Am Ende fehlte ein Tor: Die mBJ 1 der HSG Rodgau/Nieder-Roden unterliegt auch bei der SG Zweibrücken mit 31:32 (12:15). Neunmal glich die HSG im Spielverlauf aus, in Führung ging sie nie.
Der Start gehörte den Gastgebern. Nach gut vier Minuten stand es 0:3, ein Siebenmeter war vergeben, und das erste Rodgauer Tor fiel erst nach gut fünf Minuten. Beim 5:8 nahm die HSG die Auszeit und kämpfte sich danach bis auf 8:9 heran. Bis zur Pause blieb sie dran, aber Zweibrücken hatte auf jeden Treffer die passende Antwort und ging mit drei Toren Vorsprung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich, was in dieser Mannschaft steckt. Mit drei Treffern in Folge war aus dem 12:15 innerhalb von eineinhalb Minuten ein 15:15 geworden. Danach wurde es das Spiel, das wir von der B1 kennen: Zweibrücken legte vor, die HSG zog nach. Zwischen der 33. und 40. Minute glich sie sechsmal in Folge aus, vom 16:16 bis zum 21:21. Insgesamt war es neunmal der Ausgleich.
Unsere schwächste Phase kam rund um die 40. Minute. Zweibrücken zog innerhalb von dreieinhalb Minuten von 21:21 auf 25:22 davon. Die HSG nahm die Auszeit und war nach einem 3:0-Lauf wieder bei 25:25. Kurz darauf stand es 26:26.
Dann kippte das Spiel. Rund fünf Minuten blieb die HSG ohne Treffer, zeitweise in Unterzahl. Zweibrücken zog auf 29:26 davon, gut dreieinhalb Minuten vor Schluss. Die Jungs gaben nicht auf und verkürzten auf 30:29 und 31:30. Zweibrücken traf zum 32:30, und die HSG antwortete noch einmal 21 Sekunden vor dem Ende. Mehr war nicht mehr drin.
Es war ein Spiel auf Augenhöhe, und die Zahlen zeigen, wie eng es war. Handballerisch war das, ob in der Abwehr oder im Angriff, mehr als solide. Aber in den entscheidenden Momenten fehlt aktuell der Glaube, auch mal davonzuziehen und ein Spiel auf die eigene Seite zu holen. Das hat nichts mit Können zu tun, sondern mit dem Kopf. Wer neunmal zurückkommt, kann auch vorne liegen.
Daran arbeiten wir. Und wir wollen den Spaß am Handball wieder in den Mittelpunkt stellen, denn der gehört dazu.
Jungs, ihr habt in Zweibrücken gezeigt, was in euch steckt. Vertraut euch, vertraut einander. Der Rest kommt.
Kader:
Brendel, Noah; Brosch, Ole; Golban, Matei; Klein, Julius; Klocke, Christoph; Lauten, Pepe; Martinac, Leon; Rhein, Jan; Rill, Carl Conrad; Saric, Luc; Schüler, Mateo Elias; Skornicka, Nick Leonard; Stark, Luca; Wisser, Nicolas

