HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim – HSG Rodgau Nieder-Roden II: 31:26 (14:15) –
Die „Baggerseepiraten“ haben eine mögliche Überraschung aus der Hand gegeben. Bis zur 50. Minute begegneten sie dem favorisierten Gastgeber auf Augenhöhe, ehe sie sich mit Ballverlusten und ausgelassenen Chancen selbst um den Lohn ihrer Arbeit brachten.
Die Mannschaft von Rodgaus Trainer Ergün Sahin hatte in der Hans-Jürgen-Portmann lange Zeit vieles richtig gemacht. Sie hielt sich konsequent an ihren Matchplan und ließ sich nicht zu technischen Fehlern zwingen. „Da haben sie die Rechnung ohne uns gemacht“, sagte Ergün Sahin, der aber in der insgesamt gut stehenden Abwehr mehr Stoppfouls forderte, damit die Gastgeber seltener ihre Außenspieler in Szene setzen konnten. Im Angriff wurde geduldig gespielt und die guten Möglichkeiten konsequent genutzt. So wechselte die Führung in der Anfangsphase mehrfach, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Angesichts ihrer 15:14-Führung gingen die „Baggerseepiraten“ mit leichten Vorteilen für Hälfte zwei in die Kabine.
Auch nach Wiederbeginn lieferten sich die Kontrahenten einen weiterhin offenen Schlagabtausch. Etwa eine Viertelstunde vor dem Ende kippte das Spiel zunehmend zugunsten der Gastgeber (22:19). Die „Baggerseepiraten“ versuchten zwar, den Anschluss zu halten, leisteten sich nun aber zu viele Fehler und waren im Angriff nicht konsequent genug. „Wir verstrickten uns zu häufig in Einzelaktionen“, mokierte Ergün Sahin. Die Ballverluste nutzten die Gastgeber, um den Vorsprung über 26:21 und 28:23 bis zum 31:26-Endstand auszubauen.
„Einen oder sogar zwei Zähler wären drin gewesen, wir standen uns in den letzten zehn Minuten aber selbst im Weg“, stellte Ergün Sahin fest. Seine Mannschaft habe in dieser Phase zu viele Bälle hergeschenkt und sich damit selbst die Chance genommen, die Partie bis zum Ende offen zu gestalten. Dennoch kein Grund, um Trübsal zu blasen, schließlich verfügen die „Baggerseepiraten“ über ein ausgeglichenes Punktekonto. Vielmehr gelte es, an einigen kleinen Stellschrauben zu drehen und in entscheidenden Situationen ruhiger zu bleiben.
Im Heimspiel gegen den TV Petterweil am Samstag um 19.30 Uhr will die Rodgauer Reserve wieder in die Spur finden und die nächsten Punkte einfahren.
HSG Rodgau Nieder-Roden II: Hildebrand, Eimuth; Karl (1), Broschek, Braun, Schultheis (2), Eyssen (1), Kraus (5/3), Georgi (3), Müller (4), Planken (6), Eger, Maul, Juric (3), Jano, Ehrlich (1) – Zeitstrafen: 2 – 3 – Siebenmeter: 5/4 – 3/3.
