Nach der Niederlage bei Kleenheim-Langgöns ist das Kollektiv gefragt –
Am Samstag geht es um 19:30 Uhr in der RODAUSTROM Sportarena gegen die HSG Hungen/Lich. Vor dem dritten Spieltag ist es sicherlich noch zu früh für ein Zwischenfazit, doch eine Erkenntnis bleibt festzuhalten: So richtig sind die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden nach dem Abstieg aus der 3. Liga noch nicht in der Regionalliga angekommen. Zwar war der Auftakt beim 26:26 gegen den letztjährigen Vizemeister Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden von positiven Eindrücken geprägt. Das gilt jedoch mitnichten für den Auftritt bei Kleenheim-Langgöns.
Abwehr fehlte der Zugriff
Mit 25:28 (9:15) verloren die Baggerseepiratinnen am vergangenen Samstag ihr erstes Auswärtsspiel. „Wir kamen in der ersten Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel“, monierte Florian Lebherz nach der Partie. „Weder haben wir unsere Chancen genutzt, noch in der Abwehr richtig zugegriffen“, ärgerte sich Nieder-Rodens Trainer. „Die Gegnerinnen konnten uns auswackeln, wie sie wollten.“ Auch in der Regionalliga reiche es nun mal nicht, nur eine „einigermaßen gute Abwehr zu spielen“, betonte Lebherz. „Erst recht nicht, wenn der Gegner unheimlich motiviert gegen uns auftritt, was aber zu erwarten war“, ärgerte sich der Coach. „Zudem ist unsere Körpersprache phasenweise desolat gewesen und wir sind nicht als Mannschaft aufgetreten.“ Sicherlich kam auch noch Pech hinzu: Torjägerin Kristin Amos verletzte sich bereits nach zehn Minuten an der Hand und fiel von da an aus – eine spürbare Schwächung. Doch unter dem Strich bleibt dennoch eine „verdiente Niederlage“, wie Florian Lebherz hinterher einräumte. „Auch weil bei uns das letzte Aufbäumen gefehlt hat.“
Sehr gefährlicher Kontrahent
Gegen die HSG Hungen/Lich braucht es am Samstag definitiv einen anderen Auftritt, um ein Erfolgserlebnis, sprich den ersten Saisonsieg, einzufahren. Da ist ein Rodgauer Team gefragt, das sich nicht in Einzelaktionen verliert, sondern sich gegenseitig aufbaut und unterstützt. Denn der Gegner wird alles tun, um die Baggerseepiratinnen zu schlagen – und er hat auch die Qualität dazu. „Hungen/Lich ist seit Jahren gut eingespielt“, weiß Lebherz. „Die Mannschaft kann am Saisonende im oberen Mittelfeld einlaufen und ist ein sehr gefährlicher Kontrahent.“ Nach einem Unentschieden zum Auftakt in Fritzlar ging es für Hungen/Lich am vergangenen Wochenende daheim gegen den amtierenden Meister Baunatal. Und da verlor das Team aus dem Kreis Gießen nur denkbar knapp mit 27:29. Das deutet auf eine ganz schwere Aufgabe hin, für die ein Rodgauer Kollektiv benötigt wird, das eine Topleistung abruft.
