Knapper 29:28 (15:15)-Erfolg gegen Hungen/Lich

Foto: Achtfache Torschützin Elena Bonifer –

Da isser, der erste Heimsieg in der neuen Saison! Die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden schlugen die HSG Hungen/Lich denkbar knapp mit 29:28 (15:15). Zwei Minuten vor Schluss avancierte die achtfache Torschützin Elena Bonifer mit dem letzten Treffer der Partie zur Matchwinnerin. Mit Glück und Geschick brachten die Baggerseepiratinnen die enge Führung über die Zeit. Am Ende jubelte die Mannschaft befreit, während Florian Lebherz erst einmal tief durchatmete. „Ich bin erleichtert nach dem ersten doppelten Punktgewinn“, sagte Nieder-Rodens Trainer. „Der Erfolg wird uns guttun.“ Die Mannschaft hätte Moral bewiesen und den Kampf angenommen. Dieser Schwung müsse nun in den weiteren Verlauf der Spielzeit mitgenommen werden. „Unser Anspruch sollte es sein, solche Begegnungen auch mal deutlicher für uns zu entscheiden“, so Lebherz.

Seine Schützlinge hatten sich zunächst schwergetan und liefen anfänglich einem Rückstand hinterher. In der 12. Minute glichen sie erstmalig aus und gingen im Anschluss ihrerseits in Führung: 12:9 leuchtete es auf der Anzeigetafel der RODAUSTROM Sportarena (22. Minute). Wer nun gedacht hatte, dass sich die Baggerseepiratinnen absetzen würden, sah sich eines Besseren belehrt. Hungen/Lich kam wieder heran und beim Stand von 15:15 wurden die Seiten gewechselt. „Wir haben zu viele Fehler im Angriff gemacht“, erkannte Florian Lebherz. „Das hat die Gegnerinnen immer wieder dazu eingeladen, über die zweite Welle zu kommen und Tore zu erzielen.“ In der zweiten Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Bild wie im ersten Abschnitt. In der 41. Minute lagen die Rodgauerinnen gar mit 18:21 hinten. Doch sie nahmen den Kampf auf, drehten das Spiel und führten ihrerseits nach gut 50 Minuten mit 25:23. Bis zum Schluss blieb es jedoch ein enges Match, das die Baggerseepiratinnen letztendlich ins Ziel brachten.

Einer der Schlüssel zum Erfolg war die Abwehr. „Wir haben gut verteidigt“, resümierte Florian Lebherz. „Doch je länger der gegnerische Angriff dauerte, desto mehr haben wir es defensiv versäumt, den letzten Schritt zu machen“, beobachtete der Trainer. „Da hat dann die Konzentration nachgelassen.“ Auch das Überzahlspiel war gegen Hungen/Lich aus seiner Sicht suboptimal. Statt davonzuziehen, wurden die Kontrahentinnen wieder ins Spiel gebracht. Nun haben Florian Lebherz und seine Spielerinnen fast drei Wochen Zeit, um an den Defiziten zu feilen – die nächste Begegnung findet erst am 17. Oktober statt. „Wir müssen als Mannschaft noch weiter zusammenwachsen“, spricht der Trainer von der Arbeit am Teamgefüge. „Es gilt, im Spiel beispielsweise die Absprachen untereinander zu verbessern, sowohl offensiv als auch defensiv.“ Damit dem ersten Sieg weitere folgen.