Am Samstagnachmittag war die weibliche C-Jugend der HSG Rodgau Nieder-Roden um 14:15 Uhr in der Sporthalle der Ernst-Reuter-Schule in Richen zu Gast. Am Ende setzten sich die Baggerseepiratinnen mit 25:22 durch und sicherten sich damit zwei wichtige Auswärtspunkte. Der Spielverlauf war dabei deutlich spannender, als es aufgrund der gezeigten Leistungen über weite Strecken hätte sein müssen.
Das Team von Andi Knaf erwischte zunächst vor allem in der Abwehr einen guten Start. Mit hoher Einsatzbereitschaft und einer konzentrierten Defensivleistung setzte die HSG die Gastgeberinnen früh unter Druck und zwang sie immer wieder ins passive Spiel.
Mit zunehmender Spieldauer fanden die Jungpiratinnen recht gut in die Begegnung. Der Abwehrverband stand kompakt und stellte die Gastgeberinnen vor zunehmend größere Probleme. Im Angriff fehlte dagegen zunächst die notwendige Konsequenz. Mehrere gute Torchancen blieben ungenutzt, sodass es die HSG versäumte, sich frühzeitig entscheidender abzusetzen.
In der 24. Minute erspielten sich die Jungpiratinnen erstmals eine Zwei-Tore-Führung. Diese wurde bis zur Halbzeit verteidigt, sodass es mit einer 10:8-Führung in die Kabinen ging.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die torarme Partie zunächst eng. Die HSG legte weiterhin vor, doch Groß-Umstadt blieb in Schlagdistanz. Die Führung wechselte jedoch nicht mehr auf die Seite der Gastgeberinnen. Gleichzeitig schlichen sich bei den Jungpiratinnen insbesondere in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit zunehmend technische Fehler ein. Im Angriff fehlte phasenweise die notwendige Struktur, und einige Aktionen wirkten überhastet und kopflos.
Trotz dieser Schwächephase behielt die HSG die Oberhand und konnte sich Schritt für Schritt absetzen. Spätestens mit der 21:16-Führung in der 42. Minute schien eine kleine Vorentscheidung gefallen zu sein.
Die Groß-Umstädterinnen gaben sich allerdings noch nicht geschlagen und verkürzten den Rückstand zwischenzeitlich wieder. In dieser Phase waren bei den Baggerseepiratinnen vor allem individuelle Aktionen gefragt. Über erfolgreiche Eins-gegen-eins-Situationen fanden die HSG-Mädels wieder bessere
Lösungen im Angriff und konnten sich gegen die offensive Gegenwehr der Gastgeberinnen behaupten.
In der Schlussphase blieb die Begegnung zwar hektisch, doch die Baggerseepiratinnen behielten die Kontrolle über das Spiel und brachten den Vorsprung letztlich sicher über die Zeit. Beim Schlusspfiff stand ein 25:22-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel.
Unter dem Strich stehen damit zwei wichtige Auswärtspunkte für die weibliche C-Jugend der HSG Rodgau Nieder-Roden. Gleichzeitig hat die Partie erneut gezeigt, dass noch Entwicklungspotenzial vorhanden ist. Insbesondere die Chancenverwertung und die teilweise unnötigen technischen Fehler verhinderten, dass die Baggerseepiratinnen ihre spielerische Überlegenheit früher in einen deutlicheren Vorsprung ummünzen konnten.
Die Mannschaft bewies erneut Kampfgeist und zeigte insbesondere in der Abwehr über weite Strecken eine engagierte Leistung. Am Ende steht ein verdienter Auswärtssieg, der durchaus hätte deutlicher ausfallen können. Für die kommenden Aufgaben gilt es nun, die guten Phasen über längere Spielabschnitte zu bestätigen, im Angriff konsequenter zu agieren und die eigenen technischen Fehler weiter zu reduzieren. Am Samstag um 14.00 erwarten die C-Mädels den Bundesliga Nachwuchs von Bensheim/Auerbach. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten.
Es spielten:
Klara Büchner, Leonie Pöhle; Zoe Bambuch, Luise Biallowons, Milla Hotho, Lisann Keller, Marisa Klein, Joanna Knaf, Hanna Königshausen, Emilia Marzo-Wilhelm, Emma Mattmüller, Mathea Rosnizeck, Sarah Schultheiß, Pauline Schüler, Adrianna Staniecko








