Die B2 der HSG Rodgau/N.-Roden verliert in der Regionalliga das Derby gegen die HLG Babenhausen Hainburg mit 19:27 (10:14). Das Ergebnis fällt deutlich aus, deutlicher als das Spiel in der RODAUSTROM Sportarena über weite Strecken war.

Mit Babenhausen kam einer der stärksten Gegner der Runde nach Nieder-Roden. Die HLG hatte die Qualifikation zur Jugendbundesliga nur knapp verpasst, und das war von Beginn an zu sehen. Nach gut acht Minuten führten die Gäste mit 4:1. Unsere Mannschaft ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Die Abwehr stand kompakt, vorne fanden die Jungpiraten vor allem über Tempo in die Tiefe ihre Lösungen. Mit drei Toren in Folge glich die HSG zum 6:6 aus, beim 8:7 nach knapp 16 Minuten lag sie erstmals vorn. Babenhausen reagierte mit einer Auszeit. Es folgte ein offener Schlagabtausch. Beide Teams trafen im Wechsel, beim 9:9 und 10:10 war die Partie wieder ausgeglichen. Unsere Mannschaft ärgerte den Favoriten und war voll im Spiel. Dann riss kurz vor der Pause der Faden. Ein, zwei technische Fehler und drei Fehlwürfe in Folge reichten Babenhausen, um sich erstmals abzusetzen. Aus dem 10:10 nach 21 Minuten wurde bis zum Halbzeitpfiff ein 10:14.

Aus der Kabine kam die HSG gut zurück. Nach dem 10:15 antworteten die Jungpiraten mit drei Treffern am Stück und verkürzten auf 13:15. Babenhausen vergab in dieser Phase einen Siebenmeter, das Spiel war wieder offen. Auch beim 15:17 nach gut sechs Minuten der zweiten Hälfte war der Anschluss noch da. Danach zeigte sich, woran es an diesem Tag hing. Unsere Mannschaft spielte sich weiter gute Chancen heraus, scheiterte aber zu oft am Torhüter der Gäste. Hinten fehlte etwas von dem Zugriff, der die erste Halbzeit geprägt hatte. Babenhausen nutzte das konsequent und zog über 15:19 auf 16:22 davon. Zehn Minuten vor dem Ende war die Vorentscheidung gefallen, am Ende stand ein 19:27.

Bemerkenswert: Das Derby kam ohne eine einzige Zeitstrafe aus. Intensiv, aber fair auf beiden Seiten. Sechs verschiedene Torschützen trugen sich für die HSG in die Liste ein.

Das Trainerteam war mit dem Auftritt zufrieden. Die Mannschaft hat einem der besten Teams der Liga lange Paroli geboten, und keiner ist abgefallen. Jeder hat seine Aufgabe erfüllt. Ein Ergebnis mit drei, vier Toren Unterschied hätte den Spielverlauf besser abgebildet. Die Chancenverwertung bleibt ein Thema, an dem weitergearbeitet wird. Die Leistung selbst gibt aber Grund, mit Selbstvertrauen in die nächsten Wochen zu gehen.

Glückwunsch nach Babenhausen zum Sieg und danke für ein faires Derby! Dem verletzten Spieler der HLG wünschen wir gute und schnelle Besserung.

Es spielten:
Aßmus, Edwin; Brendel, Noah; Grimm, Giuliano; Hertzberg, Bodo; Klemm, Tim; Klocke, Christoph; Lauten, Pepe; Martinac, Leon; Schaer, Henri Fred; Schneider, Connor; Stockmar, Julian; Weiland, Tim; Zetzsche, Niklas