Was für ein Krimi in der RODAUSTROM Sportarena! Die männliche B-Jugend der HSG Rodgau Nieder-Roden hat sich gegen den TSV Pfungstadt mit 26:25 (14:13) durchgesetzt und damit zwei wichtige Punkte eingefahren. Von einem überzeugenden Auftritt waren die Jungpiraten allerdings weit entfernt. Am Ende durfte vor allem der knappe Heimsieg gefeiert werden. Spielerisch blieb jedoch vieles Stückwerk.
Dabei erwischten die Gastgeber zunächst den besseren Start. Über 1:0, 4:2 und 6:3 setzte sich die HSG zunächst ab. Auch beim 8:6 lagen die Hausherren noch mit zwei Treffern vorne.
Pfungstadt ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und kämpfte sich zurück in die Partie.
Die Jungpiraten hatte in der ersten Hälfte durchaus mehr vom Spiel, konnte aus dieser Überlegenheit jedoch zu wenig Kapital schlagen. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte man die Chance, mit 15:12 in Führung zu gehen. Stattdessen ging es lediglich mit einem Tor Vorsprung in die Kabine.
Die Gäste aus Pfungstadt präsentierten sich von Beginn an äußerst unangenehm und kämpferisch. Die „Dogs“ wollten unbedingt etwas Zählbares aus Rodgau mitnehmen. Die Hausherren hingegen agierten im Spielaufbau häufig zu pomadig und ließen im Torabschluss die notwendige Konsequenz vermissen. Hinzu kamen immer wieder technische Fehler, die den Pfungstädtern einfache Möglichkeiten eröffneten. Dass die HSG dennoch mit einer Führung in die Pause ging, lag auch am starken Torhüter der Nieder-Röder, der seine Mannschaft immer wieder im Spiel hielt.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel eng. Die Gäste suchten vor allem über ihren Mittelmann und den Kreis immer wieder den Weg zum Tor. Die HSG-Abwehr stand dabei teilweise zu offen und bekam gerade diese Aktionen nicht konsequent genug in den Griff.
In der 41. Minute gingen die Gäste mit 18:17 erstmals in der Partie in Führung. Mit zunehmender Spieldauer musste man auf Seite der Nieder-Röder durchaus befürchten, dass die Partie an diesem Nachmittag komplett kippen könnte. Die Partie entwickelte sich zunehmend zu einem echten Nervenspiel. In der 55. Minute konnten die Jungpiraten wieder mit einem Treffer in Führung gehen. Was danach folgte, war an Dramatik kaum zu überbieten. In der 57. Minute holten sich die Baggerseepiraten die Führung erneut zurück, doch die Gäste glichen postwendend wieder aus. Mit einem Doppelschlag in der 58. Minute gingen die Jungs von Trainergespann Jackl/Redmann mit 26:24 in Führung. Jetzt durfte man bereits vorsichtig auf eine Punkteteilung hoffen, doch die „Dogs“ zeigten nochmals ihre Zähne und gaben sich noch nicht geschlagen und brachten die Jungpiraten bis zum Schluss der Partie in Bedrängnis. Dann wurde es noch einmal richtig spannend: Unser Torhüter entschärfte in der 59. Minute einen immens wichtigen Siebenmeter. Diese Parade erwies sich als spielentscheidend. Die Jungs behielten in den letzten Sekunden die Nerven und verwalteten den knappen Vorsprung und brachten den Sieg schließlich über die Zeit. Unter dem Strich steht ein 26:25-Heimsieg, der allerdings eher unter die Kategorie „schmeichelhaft“ fällt. Die HSG war phasenweise die spielbestimmende Mannschaft, nutzte ihre Möglichkeiten jedoch nicht konsequent genug und leistete sich zu viele technische Fehler. Die personell leicht dezimierte Truppe machte sich das Leben damit unnötig schwer.
Für die Jungpiraten heißt es nun den Kopf freibekommen und weiter an der Spielqualität arbeiten. Denn beim nächsten Heimspiel in knapp vier Wochen wartet mit Hochdorf/Friesenheim die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Bis dahin muss sich die Mannschaft deutlich steigern, um dann eine überzeugendere Leistung auf die Platte zu bringen.
Es spielten:
Jan Rhein, Nick Skornicka; Moritz Bauer, Emil Bartoszwicz, Noah Brendel, Ole Brosch, Julius Klein, Leon Martinac, Pepe Lauten, Carl Rill, Luc Saric, Luca Stark, Nicolas Wisser

