Nach 33:20-Auswärtssieg steht Samstag ein schweres Heimspiel an –
Die dreiwöchige Pause hat den Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden sichtlich gutgetan. Mit einem klaren 33:20 (18:9)-Auswärtssieg beim TV Hüttenberg setzten sie am Wochenende ein eindeutiges Ausrufezeichen. „Ich war wirklich perplex“, meinte Florian Lebherz angesichts der Gala der Baggerseepiratinnen. „Diese Mannschaftsleistung hat mich positiv überrascht“, schwärmte Nieder-Rodens Trainer nach der Partie. „Unsere äußerst starke und aggressive Abwehr ist das Maß aller Dinge gewesen – das war entscheidend“, lautete die Analyse. Und so ließen seine Schützlinge von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, wer das Parkett in Hüttenberg als Sieger verlassen würde: Schnell lagen die HSG-Damen mit 5:0 in Front (7. Minute), konnten den Vorsprung auf 9:1 und danach sogar auf 13:3 ausbauen (12./16.).
Temporeich und sehr effizient
So war die Begegnung schon zu einem recht frühen Zeitpunkt so gut wie entschieden. „Wir waren sehr temporeich unterwegs und effizient, haben wenig Fehler gemacht und bis zum Schluss top gespielt“, zeigte sich Lebherz mehr als zufrieden. Er lobte Jana Göbel und die in den letzten Wochen fehlende Anna Hoffmann für ihre Defensivleistungen. Kapitänin Göbel hob er zudem für ihren couragierten Offensivauftritt hervor: „Sie hat ihre Nebenleute hervorragend in Szene gesetzt und selbst erfolgreich die Abschlüsse gesucht.“ Aufgrund des klaren Vorsprungs hatten die Baggerseepiratinnen in Hüttenberg die Möglichkeit, dem Nachwuchs ebenfalls Einsatzzeiten zu geben. „Ich freue mich, dass sich mit Laura Scariot und Tamara Midjic auch zwei A-Jugendliche präsentieren konnten“, sagte Florian Lebherz.
Fritzlar ist ein anderes Kaliber
Der HSG-Trainer blickte nach Spielschluss indes schon wieder nach vorn. „Ich will die Euphorie nicht bremsen und es soll ja so weitergehen, aber wir dürfen uns auf dem Sieg nicht ausruhen.“ Mit Germania Fritzlar wartet am Samstag um 20 Uhr in der RODAUSTROM Sportarena „ein anderes Kaliber“, wie Florian Lebherz weiß. „Das ist eine überaus erfahrene Mannschaft, die auch jahrelang in der 3. Liga gespielt hat.“ Schon in der Vorbereitung machten die Baggerseepiratinnen innige Bekanntschaft mit dem Kontrahenten aus Nordhessen. „Die sind vor allem aus dem Rückraum sehr gefährlich“, betont der Rodgauer Coach. „Das müssen wir in den Griff kriegen.“ Dafür braucht es erneut einen hundertprozentigen Einsatz, nimmt Lebherz seine Mädels unter der Woche in die Pflicht: „Jede Spielerin hat ihren Anteil an Erfolgen, ist aber auch dafür verantwortlich, mit welcher Einstellung sie trainiert und ins Spiel geht.“
