Im Heimspiel der männlichen A-Jugend-Bundesliga gegen den TVB Stuttgart verlangte die HSG Rodgau Nieder-Roden ihren Gästen alles ab – und sich selbst ebenso. Mit gut gefüllter RODAUSTROM Sportarena und Fanklängen starteten die Baggerseepiraten die Partie.

Von Beginn an entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, die Abwehrreihen machten es den Angreifern schwer. Nach elf Minuten stand es (erst) 5:5. Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit gelang es keinem Team, sich entscheidend abzusetzen. Immer wieder glich die HSG aus, immer wieder musste sie sich gegen die körperlich intensive Spielweise der Stuttgarter behaupten. Dass die Partie bis zur Pause völlig offenblieb, lag auch an den Torhütern. Mit einem leistungsgerechten 15:15 ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel war zunächst Geduld gefragt. Sechs Minuten lang fiel kein Treffer – ein deutliches Zeichen dafür, wie verbissen beide Teams um jeden Zentimeter kämpften. Die Abwehrreihen standen weiterhin stabil, freie Räume waren Mangelware. Doch die Jungs der Baggerseepiraten ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit konzentriertem Zusammenspiel im Angriff und konsequenter Arbeit in der Defensive suchten die Rodgauer ihren Weg zum Erfolg.

In der 40. Minute gelang schließlich ein wichtiger Schritt: Erstmals setzte sich die Heimmannschaft auf zwei Tore ab. Die Führung war das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung, in der jeder für den anderen arbeitete. Vorne wurden die Chancen gemeinsam herausgespielt, hinten stand das Team füreinander ein. Die intensive Abwehrarbeit blieb der Schlüssel, um den TVB Stuttgart auf Distanz zu halten.

Doch entschieden war die Partie damit noch lange nicht. Stuttgart hielt dagegen und forderte die Gastgeber bis in die Schlussphase. Die HSG blieb jedoch ihrer Linie treu, zeigte Einsatzwillen und Zusammenhalt und ließ sich auch unter Druck nicht aus dem Konzept bringen. Statt sich auf einzelne Aktionen zu verlassen, stemmte sich die gesamte Mannschaft gegen die Stuttgarter Bemühungen.

Am Ende stand der erste Heimsieg der A-Jugend mit 26:22 auf der Anzeigetafel. Vier Tore Unterschied, die in einem Spiel voller Zweikämpfe, Geduld und intensiver Abwehrarbeit hart erkämpft waren.

„Dieser Sieg war das Ergebnis einer Mannschaft, die zusammenhielt, füreinander kämpfte und auch in schwierigen Phasen an sich glaubte. Gegen einen starken Gegner aus Stuttgart machten die Jungs deutlich, was mit einer stabilen Abwehr, gutem Zusammenspiel und der richtigen Einstellung möglich ist!“, freute sich auch Trainer Julian Klein.

Es spielten:
Timo Braun, Paul Ehrlich, Daniele Giannusa, Mathis Glück, Lenny Hardrick, Nick Hundegger, Gabriel Iacob, Norman Kotzur, Jannis Klein, Bennet Knaf, Constantin Meyer, Luca Möller, Tunay Müftahi, Jan Moshake, Fin Wiegmann, Nicolas Wisser