Bei der HSG Gedern/Nidda kommt es zum Vergleich auf Augenhöhe –

Dritter gegen Vierter oder Südhessen zu Gast in der Wetterau: Am kommenden Samstag, 15. Oktober, steht für die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden das nächste Hessenderby auf dem Programm. Um 18 Uhr treten sie beim Tabellennachbarn HSG Gedern/Nidda an. Einerseits zeigt sich der Rodgauer Trainer Ergün Sahin „sehr glücklich über die jüngsten Ergebnisse – in Begegnungen, die wir mit der richtigen Einstellung und Moral für uns entschieden haben“, sagt er. „Das macht mich sehr stolz“, fügt er hinzu. „Wenn wir auf diesem derzeitigen Level bleiben oder uns sogar noch steigern können, wären wir auf dem richtigen Weg.“ Andererseits weiß er, dass es in der laufenden Runde kein leichtes Spiel gibt, trotz der drei Siege hintereinander: „Jede Partie fängt bei uns bei null an“, betont Sahin. „Auch wenn wir in der vergangenen Saison beide Spiele gegen Gedern/Nidda gewonnen haben, sind wir gewarnt“, erwartet er entsprechend der Tabellensituation einen Vergleich auf Augenhöhe.

Die Gastgeberinnen von der HSG Gedern/Nidda haben mit 6:0 Punkten aus ihren ersten drei Begegnungen einen guten Saisonstart hingelegt. Anschließend gab es eine deutliche Heimniederlage gegen Bensheim/Auerbach II. Zuletzt bei Kappelwindeck/Steinbach mussten die Wetterauerinnen in der Schlusssekunde noch den Ausgleich hinnehmen. Mit Rica Wäscher, Sybylle Droll, Sabine Kaiser und Kirsten Schindler im Rückraum und Linksaußen Alicia Pfaff verfügt Gedern/Nidda über hervorragende Akteure. „Sie setzen ihre Mitspielerinnen gut ein und auch das Tempospiel ziehen sie gut auf“, hat Ergün Sahin beobachtet. „Umso wichtiger wird da unser Rückzugsverhalten sein.“ Der Coach fordert den Glauben an die eigenen Stärken, was gegen den TSV Bönnigheim in Halbzeit zwei funktioniert hat. Heißt: „Mit Ruhe und Geduld im Angriff zu agieren“, gibt Sahin seinen Mädels eine mögliche Erfolgsstrategie vor. „Dazu möchte ich in der Defensive den Biss und den Kampf um jeden Ball wie am letzten Wochenende sehen.“

Fehlen wird Jule Krüger aufgrund schulischer Verpflichtungen. Ein Fragenzeichen steht bei den Rodergauerinnen noch hinter Pia Magnago. Der unglückliche Sturz im Spiel am vergangenen Sonntag hat Spuren hinterlassen. „Derzeit kann Pia nicht trainieren“, berichtet Ergün Sahin. Und Anna Bretz ist seit Mittwoch erkrankt. Für den Fall, dass der Einsatz der beiden Top-Torschützinnen des Bönnigheim-Spiels nicht klappt, hat der Trainer schon eine Lösung parat. „Dann sollen die jungen Wilden mal ein Ausrufezeichen setzen!“ Das Hessenderby beginnt um 18 Uhr in der Sporthalle des Gymnasiums in Nidda. Da in der kleinen Spielstätte eine lautstarke Atmosphäre herrscht, würden sich die Baggerseepiratinnen als Gegengewicht über einen starken Auswärts-Support freuen.

Die Partie wird unter https://sportdeutschland.tv/hsg-gedern-nidda/3-liga-damen-hsg-gedern-nidda-vs-hsg-rodgau-nieder-roden-0 im Livestream übertragen.