Erster Sommer-Heimsieg wird mit Vertragsverlängerung veredelt
„Wir haben uns vor dem Spiel ganz klar vorgenommen, endlich den ersten Heimsieg in diesem Kalenderjahr einzufahren“, hatte HSG-Coach Christian Sommer nach dem Spiel gesagt. Genau diese Vorgabe setzten die Baggerseepiraten gegen die Saase3 Leutershausen teils in Perfektion um. „Gerade die erste Halbzeit war unfassbar stark von uns, da haben wir uns in einen Rausch gespielt“, so Sommer nach dem 34:28 (19:11)-Heimerfolg. Doch nicht nur das sportliche Ausrufezeichen sorgt in Nieder-Roden für Freude, auch die Vertragsverlängerung von Christian Sommer sorgt für gute Laune.
Die Partie begann vor gut 500 Zuschauern intensiv, nach 43 Sekunden gab es direkt die erste Zeitstrafe gegen die Gäste, Niklas Krämer, der der beste Spieler seiner Mannschaft werden sollte, musste direkt einmal auf die Bank. Generell war die Partie bereits früh von intensiver Abwehrarbeit geprägt, gleichzeitig sahen die Fans aber auch eine Reihe an technischen Fehlern. Trotz einer optischen Überlegenheit der Hausherren glich Leutershausen nach 17 Minuten zum 7:7 aus. Doch dann sollte der Zug auf Seiten der Gastgeber so richtig losrollen, Sommer wechselte seine Formation, unter anderem kamen David Wucherpfennig und der A-Jugendliche Niklas Klein auf die Platte und sorgten direkt für Torgefahr. „Das hat mir heute besonders gut gefallen, wir haben wieder gezeigt, dass alle Spieler einen direkten Einfluss auf das Spiel nehmen können. Dass auch in diesem Spiel mit Niklas Klein und Noah Schmidt wieder zwei Spieler aus der A-Jugend getroffen haben, zeigt dass unser Weg funktioniert“, gab sich der sportliche Leiter Marco Rhein sehr zufrieden. Bis zu Halbzeit blieb die Rodgauer Abwehr sehr stabil, ließ aus dem gebundenen Spiel heraus sehr wenig zu, so ging Nieder-Roden mit einer völlig verdienten 19:11-Halbzeitführung in die Kabine. „Das war von uns wirklich sehr schwach in den ersten 30 Minuten und die HSG hat das sehr gut ausgenutzt“, zeigte sich der Saase3-Coach Liviu Ianos ehrlich und fair.
Auch der Einstieg in den zweiten Durchgang verlief aus Rodgauer Sicht gut, Sam Hoddersen traf zur ersten neun Tore Führung. Anschließend musste Nieder-Roden immer wieder mit Chancenwucher kämpfen, doch die Gäste von der Bergstraße, vor der Partie Tabellenvierter, zeigten auch von der Körpersprache nicht ansatzweise ein wirkliches Aufbäumen. In der 52. Minute verkürzte Sven Schreiber nochmal auf 26:21, doch die Baggerseepiraten ließen sich nicht beirren und zogen weiter ihren Stiefel durch. Gerade Johannes von der Au übernahm immer wieder Verantwortung und erzielte wichtige Treffer in Phasen, in denen Leutershausen nochmal ganz leicht ran zu kommen schien. „Johannes ist unfassbar wichtig für uns und kann durchaus als verlängerter Arm von mir betitelt werden“, lobte Sommer seine Nummer neun nach dem Spiel.
Somit war die Freude nach dem Abpfiff groß auf Rodgauer Seite, neben dem ersten Heimsieg 2025 konnte die HSG auch ihre Punktekonto in der Tabelle erstmals auf ein positives Verhältnis stellen, mit 26:24-Punkten steht das Team um von der Au und Co. auf Platz neun, punktgleich mit der HSG Hanau. Kommende Woche reist die Mannschaft zur HG Saarlouis, auch da erwartet die HSG einen schweren Gegner. Über die Trainerfrage für die kommende Saison müssen sich die Verantwortlichen aber keine Gedanken mehr machen, Christian Sommer bleibt auch in der Spielzeit 2025/26 Cheftrainer (Siehe Sonderbericht).
HSG Rodgau: Wetzel, Hoepffner; Wucherpfennig (3), Brühl (4), von der Au (9), Wunderlich (1), Schmidt (1), Stenger (1), Weiland (3),Markert, Klein (2) Hoddersen (5/2), Schopper (3), Brandt (2)
2 Minuten Strafe:0/2 ; 7-Meter:2-2 / 2-3