Am Samstag gegen den 1. FC Köln könnte der Idealfall eintreten –
Für die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden war der erste Auswärtssieg der laufenden Spielzeit am letzten Wochenende ein kleiner Befreiungsschlag. Die Baggerseepiratinnen haben den Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz wieder auf drei Punkte ausgebaut. Im Idealfall – bei einem Sieg am Samstag zu Hause gegen den 1. FC Köln und einer Niederlage von Markranstädt beim Thüringer HC – gäbe es für die Spielerinnen von Trainer Ergün Sahin vorzeitig etwas zu feiern. Sollte es keine Schützenhilfe geben, gilt das Motto „zwei aus drei“: Die HSG-Damen müssten zwei Siege aus den verbleibenden drei Begegnungen holen, um auf der sicheren Seite zu sein. Der Anpfiff gegen Köln erfolgt in der RODAUSTROM Sportarenaum 19:30 Uhr.
Die Kölnerinnen sind eine erfahrene Mannschaft, gehören seit vielen Jahren zum Inventar der 3. Liga. Derzeit stehen sie mit 24:14 Zählern auf dem dritten Tabellenplatz. In den vergangenen Wochen zeigte die Formkurve der Rheinländerinnen eindeutig nach oben. Aus den letzten fünf Spielen holten sie drei Siege und zwei Unentschieden – macht 8:2 Punkte. Damit ist die Favoritenrolle vergeben, „aber wir haben die Qualität, auch Köln schlagen zu können“, betont Ergün Sahin. „Das muss angesichts der Konstellation unser Anspruch sein“, formuliert er. „In jedem Fall wollen wir den Schwung vom letzten Wochenende mitnehmen.“
Nieder-Rodens Coach kennt die Stärken des nächsten Kontrahenten. „Sie schalten schnell über die linke Angriffsseite mit Leonie Radimsky zum Gegenstoß“, hat er beobachtet. In der Offensive hat Köln neben Radimsky (63 Tore) noch einige andere treffsichere Werferinnen. Sahin erwähnt besonders den linken Rückraum mit Luca Vodde (109/8) und Johanna Franz (76/8). Das Spiel wird von Madita Schut (38) gelenkt, die gut mit Jule Killmer (91/24) am Kreis harmoniert.
An den 1. FC Köln haben die Baggerseepiratinnen gute und schlechte Erinnerungen. In der vorangegangenen Saison schlugen sie die Rheinländerinnen daheim mit 31:23. Schon zur Halbzeit hatten sie deutlich mit 19:10 vorne gelegen. Der Schlüssel zum Sieg lag seinerzeit in der guten Defensivarbeit, die den „Effzeh“ stark forderte. Dagegen endete das Hinspiel in dieser Saison mit einer klaren 22:33-Niederlage. Immerhin 25 Minuten befanden sich die HSG-Damen auf Augenhöhe. Anschließend wurden jedoch Gegenstoßmöglichkeiten und freie Wurfsituationen nicht genutzt – die Chancenverwertung dürfte am Samstag neben der geforderten Abwehrleistung einer der entscheidenden Faktoren sein.