Die Drittliga-Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden sind bei der HG Saarlouis gefordert. Zuletzt debütierte in Noah Schmidt erneut ein Eigengewächs.
Vergangenen Samstag gab es für die HSG Rodgau Nieder-Roden den ersten Heimsieg unter Trainer Christian Sommer, die Rodgauer besiegten Saase3 Leutershausen mit 34:28. „Hoffentlich führt unser erster Heimsieg in 2025 nicht dazu, dass wir nächste Woche auch die erste Auswärtsniederlage hinnehmen müssen“, sagte HSG-Pressesprecher René Marzo mit einem Augenzwinkern nach dem Abpfiff. Genau das will Nieder-Roden am Samstag (19.30 Uhr) verhindern, dann tritt das Sommer-Team beim Tabellenvierten HG Saarlouis an.
In fünf Auswärtsspielen 2025 gab es für die Baggerseepiraten vier Siege, nur in Haßloch ein Unentschieden. „Wir wissen aber, dass es in Saarlouis sehr schwierig wird, dort ist immer viel los, es ist laut und sehr emotional“, blickt Kapitän Florian Stenger auf den kommenden Gegner. Der Kreisläufer fehlte vor zwei Wochen beim Auswärtsspiel in Mundenheim, trotz eingeschränktem Training konnte er gegen Leutershausen wieder mitwirken, auch in Saarlouis wird fest mit seinem Einsatz gerechnet.
Doch auch seine Vertreter zeigten gute Leistungen. Gegen Saase3 traf beispielsweise David Wucherpfennig dreimal vom Kreis aus, auch der A-Jugendliche Noah Schmidt durfte seine ersten Minuten in der 3. Liga sammeln und zahlte das Vertrauen direkt mit einem Treffer zurück. „Es macht uns schon stolz, dass regelmäßig Spieler aus der A-Jugend das Vertrauen bekommen und dies immer wieder zurückzahlen“, sagt der Sportliche Leiter Marco Rhein. Generell schaffte es Christian Sommer am vergangenen Samstag, alle zwölf Feldspieler einzusetzen, außer Jonas Markert, der vor allem in der Abwehr eine wichtige Rolle einnimmt, trafen alle von ihnen. In der Schlussphase war es dann der „verlängerte Arm“ von Sommer, Johannes von der Au, der viel Verantwortung übernahm und am Ende mit neun Toren der erfolgreichste Torschütze der HSG Rodgau war. Dies kann besonders erwähnt werden, da es in dieser Saison immer wieder Spiele gab, in denen einige Spieler 60 Minuten auf der Platte standen und zum Ende des Spiels oft etwas müde wirkten.
Gegen Saarlouis hat die HSG noch eine Rechnung offen, im Hinspiel Mitte November gab es eine 32:35-Heimniederlage. Vor allem Lars Weißgerber hatte mit sieben Treffern den „Baggerseepiraten“ besonders wehgetan.