HSG-Damen verlieren mit allerletztem Aufgebot 22:30 (8:12) beim 1. FC Köln –

Am Samstag reisten die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden zum Meisterschaftsanwärter 1. FC Köln. Die Fahrt ins Rheinland stand aufgrund verletzungs- und krankheitsbedingter Ausfälle unter keinen günstigen Vorzeichen. Es fehlten Jana Göbel, Clara Wimmer und Marie Ann Wohlfahrt. So traten die Baggerseepiratinnen in der Domstadt mit nur acht Feldspielerinnen an, darunter befanden sich zwei A-Jugendliche. Vor dem Hintergrund des Personalmangels war zudem Improvisation gefragt, die etatmäßige Linksaußen Lara Krapp wurde auf die Mittelposition gezogen. Am Ende mussten sich die HSG-Damen zwar dem Favoriten mit 22:30 (8:12) geschlagen geben, doch der Auftritt stimmte sehr positiv. „Mit dem letzten Aufgebot haben wir eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt“, lobte Nieder-Rodens Trainer Florian Lebherz. „Wer weiß, wie die Begegnung ausgegangen wäre, wenn wir mit vollem Kader angetreten wären.“ Einige in der Halle hätten sich angesichts der starken Performance seiner Schützlinge die Augen gerieben, besonders in der ersten Halbzeit.

Sophie Born hält grandios

Bis zur 23. Minute hielten die Rodgauerinnen ein 7:7-Unentschieden – auch dank ihres großen Rückhalts zwischen den Pfosten. „Sophie Born war von Anfang an direkt in der Partie“, schwärmte Florian Lebherz von seiner Torhüterin. „Sie hat grandios gehalten.“ Dass zur Pause ein Vier-Tore-Rückstand für die HSG-Damen auf der Anzeigetafel stand, war leichten Ballverlusten geschuldet. Dadurch gelangen Kölnerinnen einfache Tore durch Gegenstöße. Nach dem Seitenwechsel kamen die Baggerseepiratinnen zunächst etwas schleppender ins Spiel, Köln konnte auf elf Treffer davonziehen (47.). „Da machte sich schon der Kräfteverschleiß bemerkbar“, beobachtete Lebherz. „Trotzdem haben wir zu keiner Zeit nachgelassen und konnten zeitweise sogar wieder bis auf sechs Tore verkürzen (58.).“ Der Coach hob Kristin Amos hervor, die eine Hundert-Prozent-Quote beim Siebenmeter erreichte: Alle ihre acht Strafwürfe waren drin. Sein Fazit verband Florian Lebherz mit einem Blick voraus: „Wenn wir gemeinsam diese tolle Einstellung auch in den kommenden Wochen abrufen können, werden wir die Liga garantiert halten.“ Schon am nächsten Sonntag, 1. März, kommt es daheim in Nieder-Roden zum vorentscheidenden Duell gegen den Mitkonkurrenten TV Aldekerk.