Sonntag steigt daheim das Duell um den Ligaverbleib –

Am Sonntagnachmittag beginnen für die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden die Wochen der Wahrheit. Um 16 Uhr geht es in der RODAUSTROM Sportarena gegen den TV Aldekerk. Es gilt, aus den letzten sechs Spielen so viele Punkte wie möglich zu holen, um den Klassenerhalt zu sichern. Beim Blick auf die Tabelle wird deutlich, dass die letzten drei Mannschaften voraussichtlich den Ligaverbleib unter sich ausmachen werden: der kommende Gegner TV Aldekerk (6:26 Punkte), der HC Leipzig II (5:27) und Nieder-Roden (3:29). Zwei dieser drei Teams werden am Saisonende die Liga verlassen müssen, nur eines kann sich retten. Die Baggerseepiratinnen haben punktemäßig derzeit die schlechteste Ausgangsposition, befinden sich andererseits lediglich drei Zähler vom rettenden Ufer entfernt – bei einem Restprogramm gegen Mannschaften, die zumeist in der unteren Tabellenhälfte stehen. Die Konstellation zeigt aber auch, dass gegen Aldekerk unbedingt ein Sieg her muss. Dann könnten die Schützlinge von Trainer Florian Lebherz im Idealfall den Abstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz auf einen Punkt verkürzen. Eine Niederlage würde dagegen eine Rettung wesentlich schwerer machen.

Das Hinspiel in NRW gewonnen

Als Blaupause kann das Hinspiel beim TV Aldekerk herhalten. Seinerzeit gelang Ende Oktober des vergangenen Jahres in NRW der erste und bislang einzige Saisonsieg.  Damals legten die HSG-Damen einen tollen Start hin, obwohl ihnen die 300 Kilometer lange Anreise noch in den Knochen steckte. Selbst die im Spiel erlittenen Verletzungen von Jana Göbel und Maxime Wohlfahrt konnten die Rodgauerinnen nicht stoppen. Mit einer verdienten 15:11-Führung gingen die Baggerseepiratinnen in die Halbzeitpause. Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierten sie das Spiel, lagen häufig mit zwei oder drei Toren vorn. Erst ab der 40. Minute wurde es enger, Aldekerk gelang mehrmals der Ausgleich, ging sogar mit 23:22 in Führung. Doch das Piratenschiff blieb auf Kurs: In der Schlussminute führten die HSG-Damen mit 24:23, scheiterten allerdings bei ihrem Angriffsversuch und der Ball wechselte zum Gegner. Aber das Abwehrbollwerk hielt die verbleibenden 40 Sekunden stand, wie schon im gesamten Verlauf der Begegnung. Trainer Florian Lebherz sprach nach der Partie von seinen Spielerinnen als Mentalitätsmonstern. Und genau diese Monstermentalität braucht es, um gegen Aldekerk ein zweites Mal zu gewinnen.