30:30 Unentschieden beim favorisierten Longericher SC
Foto: Luca Möller bekommt einen Punkt zum Geburtstag –
Köln/Rodgau. Was für ein Auftakt in die neue Saison der 3. Liga Süd-West: Die HSG Rodgau Nieder-Roden erkämpft sich beim Longericher SC ein 30:30 (16:18) und nimmt damit einen verdienten Punkt aus Köln mit. In einer intensiven und über weite Strecken ausgeglichenen Partie bewiesen die Baggerseepiraten vor allem in der Schlussphase Nervenstärke und Moral.
Die Vorzeichen waren durchaus anspruchsvoll. Der Longericher SC ging nach seinem überraschenden Erfolg im DHB-Pokal gegen den Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen mit viel Selbstvertrauen in den Saisonauftakt. Doch die Rodgauer ließen sich davon nicht beeindrucken und starteten mit großer Energie in die Partie.
Starker Auftritt von Beginn an
Von Beginn an präsentierte sich die HSG konzentriert und mit einer starken Körpersprache. In der Offensive fanden die Baggerseepiraten immer wieder gute Lösungen, während die Abwehr gegen die körperlich überlegenen Gastgeber engagiert dagegenhielt. So entwickelte sich von Anfang an ein Spiel auf Augenhöhe. Die Rodgauer erarbeiteten sich zwischenzeitlich einen 5 Tore-Vorsprung, der im weiterenVerlauf etwas bröckelte. Trotzdem behauptete man bis zum Halbzeitpfiff eine knappe 18:16-Führung.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Longerich den Druck und erzielte schnell den Ausgleich. Doch die HSG hielt dagegen, blieb auch in schwierigen Phasen ruhig und ließ sich nicht von ihrem Weg abbringen. Immer wieder schafften es die Sommer-Jungs, einen Treffer vorzulegen. Vor allem der umsichtige Antreiber Simon Brandt war es, der in dieser Phase das Angriffspiel der Baggerseepiraten mit großer Dynamik und Übersicht leitete. Aber auch die Kölner blieben dran und zeigten ihrerseits, welche Klasse in ihnen steckt. Das spannende und intensive Match entwickelte sich in den letzten Minuten zu einem echten Krimi. Beide Mannschaften hatten mehrfach die Möglichkeit, das Spiel für sich zu entscheiden, letztendlich blieb es aber beim leistungsgerechten 30:30. Ein Punkt, mit dem beide Teams gut leben konnten.
„Wir haben immer an uns geglaubt“
HSG-Trainer Christian Sommer war nach der Partie insbesondere mit dem Auftreten seiner Mannschaft zufrieden: „Wir sind mit einer tollen Körpersprache aufgetreten, haben immer an uns geglaubt.“
Aus einer insgesamt starken Mannschaft ist Luca Möller besonders hervorzuheben. Der Youngster feierte ausgerechnet am Spieltag seinen 17. Geburtstag und beschenkte sich und sein Team mit wichtigen Treffern. Für einen 17-Jährigen bei einem anspruchsvollen Drittligaspiel eine bemerkenswerte Leistung – und sicherlich ein Geburtstag, den der junge Baggerseepirat so schnell nicht vergessen wird.
Hoddersen mit 14 Treffern
Ebenfalls überragend präsentierte sich Sam Hoddersen. Der HSG-Linksaußen war mit 14 Treffern erfolgreichster Werfer der Baggerseepiraten und stellte wieder einmal seine offensive Qualität eindrucksvoll unter Beweis.
Damit startet die HSG Rodgau Nieder-Roden mit einem mehr als verdienten Punktgewinn in die Saison. Nach den Veränderungen im Kader und mehreren Abgängen war der Saisonauftakt eine erste wichtige Standortbestimmung. Das Ergebnis macht Mut – vor allem aber die Art und Weise, wie die Mannschaft aufgetreten ist. Kampfgeist, Zusammenhalt und eine starke Körpersprache waren die Grundlage für den Punktgewinn in Köln. Ein Auftakt, der Lust auf mehr macht.
