Zum Auftakt in die neue Regionalliga-Saison mussten die C-Mädels der HSG Rodgau Nieder-Roden am Sonntag eine 24:31-Niederlage bei der HSG Schwarzbach hinnehmen. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass in der Regionalliga Kleinigkeiten den Unterschied machen können. Während die Baggerseepiratinnen kämpferisch überzeugten, machten sich insbesondere die zahlreichen technischen Fehler und fehlende Lösungen im Angriff bemerkbar.
Dabei waren die Jungpiratinnen zunächst gut in die Partie gestartet. Trotz einer gewissen Anfangsnervosität, die bei einem Saisonauftakt durchaus normal ist, stand die Abwehr von Beginn an ordentlich. Die Mädels arbeiteten aggressiv im Abwehrverbund und stellten den Gegner zu.
In der 13. Spielminute belohnten sich die Baggerseepiratinnen für ihren guten Start und gingen mit 7:5 in Führung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die HSG-Mädels eine passable Auswärtspartie gezeigt.
Die Defensive funktionierte, die Mannschaft war trotz Anfangsnervosität präsent und offensiv konnte man meist über die Außenpositionen erfolgreich abschließen.
Doch gegen Ende des ersten Durchgangs kippte die Partie zunehmend. Die Rodgauerinnen leisteten sich nun mehrere technische Fehler, die von den Gastgeberinnen konsequent bestraft wurden. Schwarzbach schaltete nach den Ballgewinnen schnell um und nutzte die Fehler der Baggerseepiratinnen eiskalt zu Gegenstößen. So konnten sich die Gastgeber Tor um Tor absetzen und zwischenzeitlich sogar auf 14:9 davonziehen.
Bis zum Halbzeitpfiff gelang es den Rodgauerinnen zwar noch den Rückstand etwas zu verkürzen, dennoch ging es mit einem 11:15 Rückstand in die Kabinen. Der Start in den zweiten Durchgang verlief dann alles andere als optimal. Schwarzbach erwischte den besseren Start und konnte den Vorsprung innerhalb weniger Minuten auf 19:11 ausbauen.
Damit hinkte die Knaf-Truppe bereits kurz nach Wiederanpfiff einem 8-Tore-Rückstand hinterher. Der Rückstand erwies sich in dieser Phase als enorme Belastung. Zusätzlich mussten die Rodgauerinnen eine 2-Minuten-Strafe hinnehmen. Bereits nach vier gespielten Minuten der zweiten Halbzeit zog Headcoach Knaf die Reißleine und legte bereits früh die grüne Karte.
Doch auch nach der Auszeit fanden die Baggerseepiratinnen nie richtig in ihren Rhythmus.
Immer wieder leisteten sich die Spielerinnen des Trainerduos Knaf/Stickl unerklärliche Ballverluste. die dem Gastgeber einfache Tore ermöglichten. Insgesamt summierten sich die Zeitstrafen im Verlauf der Partie auf fünf Hinausstellungen! was die Aufgabe zusätzlich erschwerte.
Im Angriff fehlten den Baggerseepiratinnen einfach die spielerischen Lösungen. Das Team versuchte deshalb verstärkt, über Eins-gegen-eins-Situationen zum Erfolg zu kommen. Doch hier rieben sich die Mädels immer wieder auf und mussten viel Kraft investieren, ohne sich dafür ordentlich zu belohnen. Auch verschiedene Umstellungen im Angriff brachten nicht den gewünschten Erfolg.
Was der Mannschaft allerdings niemand absprechen konnte, war der Kampfgeist. Trotz des deutlichen Rückstands steckten die Mädels nicht auf und kämpften sich Schritt für Schritt zurück in die Partie. In der 45. Spielminute war der Rückstand tatsächlich auf nur noch drei Tore geschmolzen. Doch diese Aufholjagd hatte viel Kraft gekostet. Die Mannschaft musste für den Endspurt körperlich und mental einiges investieren und hatte am Ende nicht mehr die nötigen Reserven, um es nochmal spannend werden zu lassen. Die HSG Schwarzbach erhöhte den Vorsprung und beendete die Partie mit einem verdienten Heimsieg.
Auch wenn die Niederlage deutlich ausfiel, gab es durchaus positive Ansätze. Vor allem die kämpferische Einstellung der Mannschaft lässt hoffen. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, woran in den kommenden Trainingseinheiten gearbeitet werden muss.
Viel Zeit zum Hadern bleibt nicht: Am Sonntag, den 13. September, steht bereits das erste Heimspiel der neuen Saison gegen die TSG Oberursel auf dem Programm. Vor heimischer Kulisse wollen die Baggerseepiratinnen ihre Auftaktniederlage vergessen machen, wieder mehr Sicherheit in ihr Spiel bekommen und vor allem zeigen, dass deutlich mehr in der Mannschaft steckt.
Jetzt müssen die Mädels daraus zu lernen und im Training die nächsten Schritte zu machen.
Kopf hoch, Mädels. Die Saison hat gerade erst begonnen!
Es spielten:
Anna Stickl, Klara Büchner; Zoe Bambuch, Luise Biallowons, Milla Hotho, Lisann Keller, Marisa Klein, Joanna Knaf, Hanna Königshausen, Emilia Marzo-Wilhelm, Emma Mattmüller, Lucija Radnic, Mathea Rosnizeck, Sarah Schultheiß, Pauline Schüler, Adrianna Staniecko
