Am Samstag geht es zur HSG Kleenheim-Langgöns –
Das war nichts für schwache Nerven: Zum Saisonauftakt durchlebten die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden und ihre Fans ein Wechselbad der Gefühle. 52 Sekunden vor Schluss gingen die Baggerseepiratinnen durch Kapitänin Jana Göbel (5) mit 26:24 in Führung. Der Sieg schien zum Greifen nahe. Doch die Gäste der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden gaben sich nicht geschlagen. Erst erzielten sie den Anschlusstreffer und zwei Sekunden vor Schluss gelang ihnen der Ausgleich zum Endstand von 26:26 (14:15). „Das Ergebnis geht absolut in Ordnung“, resümierte Florian Lebherz trotz des späten Nackenschlages. „Es war eine ausgeglichene Begegnung, in der wir über weite Strecken zurückgelegen haben“, fasste Nieder-Rodens Trainer zusammen und lobte seine Mannschaft, die Moral bewiesen hätte. „Die Mädels haben sich nach einigen Dreitore-Rückständen wieder sehr gut in die Partie zurückgekämpft.“
Gegen Mitkonkurrenten behauptet
So lagen die Baggerseepiratinnen mit 5:8 (14. Minute), 10:13 (25.), 16:19 (39.) und 19:22 (45.) hinten. „Wir haben in der Abwehr viele Eins-gegen-eins-Duelle verloren“, sagte Florian Lebherz. Seine Schützlinge blieben dennoch im Spiel, auch weil Naomi Speckhardt zwischen den Pfosten „eine Bank war“, wie der Trainer bescheinigte. Die Torhüterin parierte gleich mehrere Siebenmeter und konnte sich zweimal in die Torschützenliste eintragen – als sie jeweils aus 35 Metern in das leere Gehäuse traf. In der Schlussphase sah es so aus, als ob die Rodgauerinnen die Partie auf ihre Seite ziehen würden. Erst egalisierte Kristin Amos (7/4) zum 23:23 (54.). Im Anschluss sorgten Elena Bonifer (4) und Neuzugang Marie Hattig (3) für die 25:23-Führung (56./58.). Dass es dennoch nicht zum Sieg reichte, war zwar unglücklich, aber Trainer Lebherz sah das Positive: „Wir haben am ersten Spieltag gegen einen direkten Mitkonkurrenten einen guten Auftritt hingelegt. Das zeigt, wie wir schon als Team zusammengewachsen sind.“
Nächsten Gegner nicht unterschätzen
Der Coach ist überzeugt, dass sich das Team im Laufe der Runde noch steigern wird. Am kommenden Samstag gibt es dazu bereits Gelegenheit. Dann müssen die Baggerseepiratinnen auswärts bei der HSG Kleenheim-Langgöns antreten, die zum Auftakt deutlich mit 20:37 bei Meister Baunatal verlor. „Der nächste Gegner ist eine absolute Wundertüte, wir wissen nicht, was uns erwartet“, blickt Florian Lebherz voraus und verweist auf den einen oder anderen Abgang, den die Mittelhessinnen hinnehmen mussten. „Allerdings dürfen wir uns davon nicht beeinflussen lassen und auch nicht davon, dass Kleenheim letzte Saison im Abstiegskampf gewesen ist“, warnt er davor, den Kontrahenten zu unterschätzen. Wenn seine Mannschaft das beherzigt und fokussiert ins Spiel geht, könnte sie den ersten Sieg in der noch jungen Saison einfahren. Spielbeginn in der Weidig-Halle in Langgöns-Oberkleen ist um 20 Uhr.