HSG Rodgau Nieder-Roden – TSG Münster 28:30 (22:14)

Was für eine bittere Niederlage! Die männliche B1 der HSG Rodgau Nieder-Roden verspielt gegen die TSG Münster eine komfortable Neun-Tore-Führung und steht am Ende mit leeren Händen da.

In der ersten Halbzeit sah zunächst alles nach einem souveränen Heimsieg aus. Die Jungpiraten erwischten einen hervorragenden Start, spielten konzentriert, druckvoll und konsequent. Die Jungs von Trainergespann Jackl/Redmann setzten sich immer weiter ab. Besonders im Angriff lief der Ball gut und die Chancen wurden konsequent genutzt. Dazu kam auch der Torhüter mit vielen Paraden ins Spiel. Beim 22:14 zur Halbzeit schien die Partie bereits eine klare Richtung genommen zu haben.

Doch was sich nach dem Seitenwechsel in der RODAUSTROM Sportarena abspielte konnten nur die wenigsten Beobachter erklären.

Mit der Gesichtsverletzung eines Spielers kurz nach der Halbzeit ging der Mannschaft urplötzlich die Sicherheit verloren. Es war, als wäre der Stecker gezogen worden. Aus einer souverän auftretenden Mannschaft wurde ein Team, das zunehmend verunsichert wirkte. Statt weiterhin das eigene Spiel durchzuziehen, agierte man wie das Kaninchen vor der Schlange und ließ Münster Tor um Tor herankommen. In der Abwehr packte man nicht mehr zu wie in der ersten Hälfte. Die Gäste nutzten die Verunsicherung und Schwächephase konsequent. Die 23:14 Führung schmolz auf 23:18. Wenig später stand es bereits 25:21. Die Baggerseepiraten fanden weder offensiv noch defensiv zurück zu ihrer Leistung aus der ersten Halbzeit.

In der Schlussphase wurde es dann dramatisch: Münster egalisierte zum 27:27, ehe die HSG noch einmal zum 28:28 ausgleichen konnte. Doch die letzten Minuten gehörten den Gästen. Münster erzielte das 28:29. Jetzt rief die Rodgauer Bank zu einer offensiven Manndeckung, um wenigstens einen Punkt zu ergattern, doch die motivierten Münsterer setzten mit dem 28:30 kurz vor Schluss den Schlusspunkt.

Damit verspielt das Team des Trainerduos Jackl/Redmann eine Partie, die es über weite Strecken souverän im Griff hatte. Besonders frustrierend: Was in der ersten Halbzeit noch nach Bundesliga-Niveau aussah, war nach dem Seitenwechsel kaum wiederzuerkennen. Vorne fehlten den Jungs die Spielideen und Selbstsicherheit, hinten die Konsequenz und nötige Gegenwehr. Am Ende bleibt die ernüchternde Erkenntnis, dass man eine Partie mit einer Neun-Tore-Führung niemals aus der Hand geben darf. Die Mannschaft muss sich an die eigene Nase fassen, die Gründe für den unerklärlichen Leistungsabfall klar analysieren und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Gleichzeitig gilt es, die starke erste Halbzeit als Beleg dafür mitzunehmen, was möglich ist, wenn Einsatz, Konzentration und Konsequenz über 60 Minuten stimmen.

Am kommenden Sonntag (20.09.) geht es für die B1-Junioren der HSG nach Großwallstadt. Um 14:30 Uhr wird das schwere Auswärtsspiel in der angepfiffen.
Um Unterstützung wird gebeten!
Wir wünschen unserem Verletzten gute Besserung und alles Gute, Kopf hoch!

Es spielten:
Jan Rhein, Nick Skornicka; Emil Bartoszewicz, Ole Brosch, Matei Golban, Philipp Hamel, Julius Klein, Pepe Lauten, Carl Rill, Luc Saric, Luca Stark, Tim Weiland, Nicolas Wisser