HSG-Damen verlieren deutlich mit 26:37 (14:20) beim Thüringer HC II –

Foto: Auch das Comeback von Jana Göbel (6) konnte die Niederlage nicht verhindern –

Der Start ins Handballjahr 2026 verlief für die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden unerfreulich. Sie unterlagen im letzten Spiel der Hinrunde beim Bundesliganachwuchs des Thüringer HC mit 26:37 (14:20) und rutschten damit auf einen Abstiegsplatz. „Nichts von dem, was wir uns vorgenommen hatten, konnten wir umsetzen“, ärgerte sich Florian Lebherz. „Wir sind zurück in alte Muster verfallen und haben uns teilweise vorführen lassen“, beobachtete der HSG-Trainer. „Die siebenwöchige Pause vor und nach Weihnachten hat uns definitiv nicht gut getan.“ Der Verlauf des einseitigen Spiels ist schnell erzählt. Bis zur zwölften Minute agierten die Baggerseepiratinnen beim Stand von 7:7 auf Augenhöhe. Die erste Weichenstellung der Partie erfolgte wenig später zwischen der 17. und 22. Minute. Da zogen die Gastgeberinnen von 10:8 auf 15:9 davon. Dieser Sechs-Tore-Vorsprung hielt bis zur Pause und wurde von den Thüringerinnen unmittelbar nach dem Seitenwechsel auf 24:15 ausgebaut. Im Grunde genommen war die Begegnung damit nach gut 33 Minuten entschieden. Nieder-Rodens Damen kamen in der Folge nicht mehr ran, der Rückstand vergrößerte sich weiter.

Zeitweise lag der Thüringer Bundesliganachwuchs mit 13 Treffern vorne, ehe die Rodgauerinnen am Schluss noch etwas Ergebniskorrektur betrieben. Beste Torschützinnen im HSG-Dress waren Jil Riecke (10), die nach ihrer Verletzung zurückgekehrte Jana Göbel (6) und Kristin Amos (6/2). Trotz 26 erzielter Tore klappten offensiv einige Dinge nicht: „Unter dem Strich hatten wir zu viele Fehlwürfe“, resümierte Florian Lebherz. „Und anstatt das Spiel im Angriff in die Breite zu ziehen, haben wir es immer wieder durchs Zentrum probiert – obwohl die Thüringerinnen dort gut aufgestellt waren und stark verteidigten.“ Defensiv bekamen die Baggerseepiratinnen die gegnerische Rückraumspielerin Kim Ott nicht in den Griff, sie erzielte zwölf Treffer. Positiv erwähnte Lebherz seine Torhüterin Sophie Born, die ab der 20. Minute zwischen den Pfosten stand: „Sie hat uns davor bewahrt, dass es am Ende noch deutlicher wurde.“ Denn der Thüringer HC hätte letztlich den Sieg mehr gewollt. „Wir können in der 3. Liga in jedem Spiel bestehen“, betonte Florian Lebherz. „Aber dafür müssen wir bereit sein, alles zu geben.“ Diese Einstellung braucht es bereits am kommenden Sonntag. Dann müssen seine Schützlinge erneut auswärts beim Tabellenzweiten PSV Recklinghausen antreten.