Baggerseepiraten bezwingen den TSV Bayer Dormagen II mit 32:31 (14:17)
Foto: Nils Haus mit überragender Trefferquote: 10 von 10 –
Nach einem denkbar schwierigen Start bewies die Mannschaft große Moral, kämpfte sich eindrucksvoll zurück und belohnte sich am Ende für eine starke kämpferische Leistung.
Die Gäste erwischten zunächst den deutlich besseren Beginn und gingen schnell mit 5:0 in Führung. Bei der HSG lief in dieser Phase nur wenig zusammen, während Dormagen II die Unsicherheiten konsequent ausnutzte. Doch die Rodgauer ließen sich nicht aus dem Konzept bringen und fanden zunehmend besser in die Partie. Über den Zwischenstand von 9:11 blieb die HSG in Schlagdistanz.
Mit zunehmender Spieldauer wurde die Abwehr aggressiver, die Zweikämpfe wurden konsequenter angenommen und auch im Angriff kam deutlich mehr Bewegung ins Spiel. Beim Stand von zum Seitenwechsel 14:17 lag Dormagen II zwar weiterhin vorn, doch die HSG arbeitete sich Schritt für Schritt heran. Diese Aufholjagd wurde schließlich belohnt: Beim 23:23 war die Partie wieder völlig offen. Die Körpersprache der HSG stimmte nun, jeder Ball wurde umkämpft und die Mannschaft entwickelte immer mehr Selbstvertrauen.
Einen großen Anteil daran hatte Nils Haus, der einen herausragenden Abend erwischte. Mit zehn Treffern war er der erfolgreichste Torschütze der HSG und übernahm gerade in den entscheidenden Phasen Verantwortung. Seine Tore sorgten immer wieder für wichtige Impulse und hielten die Rodgauer auf Kurs. Doch die Partie war vor allem ein Erfolg der gesamten Mannschaft. Die HSG zeigte über weite Strecken eine beeindruckende Kampfbereitschaft und ließ sich auch von schwierigen Situationen nicht aus dem Konzept bringen. Jeder Spieler brachte sich ein, und die Mannschaft kämpfte geschlossen um den Sieg.
Dabei entwickelte sich auch auf den Rängen eine echte Heimspielatmosphäre. Das lautstarke Publikum unterstützte die HSG unermüdlich und trug seinen Teil dazu bei, dass die Mannschaft auch in den entscheidenden Minuten zusätzliche Energie freisetzen konnte. In der Schlussphase wurde die Partie zu einem echten Krimi. Beide Mannschaften kämpften um jeden Ball und jeden Treffer. Ein sehenswerter Treffer von Sam Hoddersen stellte die Anzeigetafel auf 32:30. Die Gäste kamen in Überzahl zum Anschlußtreffer, am Ende behielt die HSG aber die Nerven und setzte sich denkbar knapp mit 32:31 durch. Der Jubel nach dem Abpfiff war entsprechend groß – und angesichts dieser beeindruckenden Aufholjagd absolut verdient.



