Mit einer ihrer besten Saisonleistungen hat die weibliche C1 der Baggerseepiratinnen am späten Sonntagnachmittag in der Claus-von-Stauffenberg-Sporthalle in Dudenhofen nur knapp verpasst,
dem Tabellenführer der Regionalliga 2 ein Bein zu stellen. Die Zuschauer sahen ein temporeiches, sehr gutes und bis in die Schlussminuten spannendes Handballspiel.
Zu Beginn legten die Rodgauerinnen los wie die Feuerwehr und führten nach nur drei Minuten überraschend mit 3:0. Das favorisierte Team aus Wallstadt brauchte einen Moment, um ins Spiel zu finden, glich dann erstmals zum 4:4 aus. Vor allem über blitzschnell vorgetragene schnelle Anwürfe setzten der Churfranken-Express immer wieder Nadelstiche, sodass die noch unsortierte Rodgauer Abwehr ein ums andere Mal überrannt wurden. Die erste Halbzeit entwickelte sich daraufhin zu einem wahren Offensivspektakel. Die Tore fielen in beide Richtungen im Minutentakt. Beide Kontrahentinnen drückten aufs Gaspedal mit viel Tempo und boten kaum Verschnaufpausen. Die Kondition aller Spielerinnen war mehr als gefordert. Zur Pause gingen beide Teams mit einem gerechten 20:20 Spielstand in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel erwischte Wallstadt den besseren Start und setzte sich in der 28. Minute auf 24:20 ab. Viele der zahlreich erschienenen Zuschauer rechneten nun mit einem standesgemäßen Durchmarsch des Tabellenführers, doch die Baggerseepiratinnen machten den Wallstädterinnen einen „Strich durch die Rechnung“. Mit großer Moral und viel Einsatz fighteten sich die Rodgauer Mädchen zurück ins Spiel und glichen beim 26:26 erneut aus.
Doch in der entscheidenden Phase zeigte sich die Erfahrung und Cleverness des Spitzenreiters. Eine offensive Deckungsumstellung brachte die Heimseite kurzzeitig aus dem Konzept. Zwar kämpfte sich die Mannschaft des Trainertrios Gerstner/Kühnel/Stickl in der 46. Minute noch einmal auf 32:34 heran, doch ein Drei-Tore-Lauf von Emilia Meyer ließ die Hoffnungen der tapferen Rodgauerinnen endgültig schwinden. Am Ende standen die Rot-schwarz gekleideten Jungpiratinnen mit leeren Händen da und mussten eine 34:38-Heimniederlage hinnehmen.
Trotz des Ergebnisses überwogen am Ende Stolz und Zuversicht. Die gezeigte Leistung gegen einen haushohen Favoriten war beeindruckend. Hier bewiesen die Baggerseepiratinnen einmal mehr, dass sie in dieser Liga niemanden fürchten müssen. Mit viel Spielfreude, Leidenschaft und Mut präsentierte sich die C1 als echtes Team. Weiter so, Mädels!
Liane Gerstner nach dem Spiel „Das Spiel hat mir richtig viel Spaß gemacht. Die gezeigte Leistung macht Lust auf mehr. Mit dem Tempo, dem Kampfgeist und dem spielerischen Fortschritt kann die Mannschaft in den kommenden Spielen selbst die großen Gegner ärgern. Wir blicken weiterhin positiv nach vorne.“
Es spielten:
Anna Lena Stickl (TW), Rea Heilmann (TW); Paula Gottwald, Linda Herbig, Lisann Keller, Lara Kiepke, Joanna Knaf, Hanna Königshausen, Lynn Müller, Mia Müller, Pauline Schüler, Emilia Schütz




