Baggerseepiraten treten in Gelnhausen an –
Am Samstagabend beschließen die Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden mit ihrem allerletzten Spiel das Sportjahr 2025. Kurz vor Weihnachten könnte die Aufgabe für das Team von Christian Sommer kaum schwieriger sein, denn der Gegner lautet TV Gelnhausen. Zumindest tabellarisch ist alles für ein echtes Spitzenspiel angerichtet, wenn die beiden punktgleichen Saarlouis-Verfolger gegeneinander antreten. Die Halle wird -wie vor Jahresfrist- wieder ausverkauft sein, zwei volle Fanbusse aus Rodgau machen sich auf den knapp 50 Kilometer langen Weg, um ihre Jungs lautstark zu unterstützen. Auch die Rahmenbedingungen und die Organisation in der Rudi-Lechleidner-Halle werden wieder einmal Maßstäbe für eine Drittligabegegnung setzen. „Wir freuen uns auf dieses Spiel, werden aber mit Sicherheit an die Leistungsgrenze gehen müssen, um etwas Zählbares mitzunehmen“, so Sommer, der um die Stärken der Gastgeber weiß. Die Barbarossastädter gehen unheimlich viel Tempo, sind physisch sehr stabil und haben schon so manchen Gegner in der Schlußphase einer Partie in die Knie gezwungen. Vor allem das Umschaltspiel des TVG gehört zu dem Besten, was man in der 3. Liga bestaunen darf. „Ein Schlüsselpunkt wird unser Rückzugsverhalten, gerade nach eigenen Treffern, denn die Gelnhäuser spielen eine extrem gute schnelle Mitte“, richtet Sommer den Blick nach vorne. Bange ist ihm vor dem Derby nicht, der Last-Minute-Sieg gegen die Panther hat noch einmal für einen Extraschub gesorgt. „Das war bestimmt nicht unsere beste Leistung, aber die Jungs haben sich am Ende wirklich reingebissen, solche Siege sind ein Zeichen für Charakterstärke“, lobt auch der Sportliche Leiter Marco Rhein das Auftreten der Baggerseepiraten.
Nun bleibt es abzuwarten, ob es den Rodgauern gelingt, in den Derbymodus zu schalten und dem TVG einen großen Kampf zu liefern.
