18:26 (10:13)-Niederlage beim Spitzenteam PSV Recklinghausen-
Foto (Hinspiel): Charlotte Schäfer war mit 7 Treffern beste Werferin der Baggerseepiratinnen –
Als Außenseiter waren die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden zur Polizeisportvereinigung (PSV) Recklinghausen gefahren. Schließlich standen und stehen die Gastgeberinnen punktgleich mit dem 1. FC Köln an der Tabellenspitze der 3. Liga Mitte. Am Ende mussten sich die Baggerseepiratinnen mit 18:26 (10:13) geschlagen geben, doch der Auftritt in der ersten Halbzeit macht Mut. Denn nach dem verpatzten Jahresauftakt beim Thüringer HC hatten sich die HSG-Damen viel vorgenommen. „Wir wollten als geschlossene Einheit auftreten und das ist uns gelungen“, sagte Robin Bittner. „Die Stimmung hat gepasst und wir sind gut ins Spiel gekommen“, berichtete der Co-Trainer der Baggerseepiratinnen, der den verhinderten Trainer Florian Lebherz an der Seitenlinie vertrat. Ein bisschen waren die Gastgeberinnen von diesem „Spirit“ der Rodgauerinnen überrascht, die in der Anfangsphase mit 5:3 führten (14. Minute). „Unsere Abwehr stand stark“, lobte Bittner. „Sobald sich Recklinghausen im gebundenen Angriff befand, haben wir sie zu Fehlern gezwungen.“
Im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts schlichen sich bei Nieder-Rodens Damen ein paar technische Fehler ein. Dadurch kam Recklinghausen zu einfachen Treffern. Dennoch kann angesichts von nur 13 Gegentoren bei einem Spitzenteam von einer starken ersten Halbzeit der Rodgauerinnen gesprochen werden. Nach dem Seitenwechsel hielten die Baggerseepiratinnen weiter gut mit, lagen bis zur 48. Minute lediglich mit vier Treffern zurück. Dann machte sich jedoch die Klasse der PSV Recklinghausen bemerkbar, die sich Zug um Zug absetzen konnte. Am Ende unterlagen die Baggerseepiratinnen mit acht Toren Differenz. Das klingt auf den ersten Blick recht deutlich, war es aber bei näherem Hinsehen nicht. „Wir haben insgesamt sechs Siebenmeter verworfen“, haderte Robin Bittner. „Wenn die reingegangen wären, hätten wir lediglich mit zwei Treffern verloren.“ Das zeigt, dass die Rodgauerinnen auch mit Mannschaften aus der obersten Kategorie mithalten können. Schon am nächsten Samstag sind die in Recklinghausen gezeigten Tugenden erneut gefragt. Dann wartet mit dem Tabellendritten TSG Mainz-Bretzenheim der nächste ganz dicke Brocken auf die HSG-Damen.
