Gegen Mainz-Bretzenheim braucht es erneut ein positives Gefühl –
Am Samstag um 19:30 Uhr steht für die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden das erste Heimspiel des Jahres 2026 an. Die dann zu bewältigende Aufgabe hat es in sich: Denn die Baggerseepiratinnen erwarten den Zweitligaabsteiger TSG Mainz-Bretzenheim. Aktuell belegen die Mainzerinnen in der 3. Liga Mitte den dritten Tabellenplatz. Nach Minuszählern sind sie sogar punktgleich mit den beiden Führenden, sie haben eine Begegnung weniger ausgetragen als die Konkurrenz. Im Hinspiel verloren die Rodgauerinnen in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt mit 15:29. Das war allerdings am zweiten Spieltag der laufenden Runde, als sich die HSG-Damen mit vielen Neuzugängen noch finden mussten. Inzwischen haben sie gezeigt, dass sie auch mit Mannschaften von der Tabellenspitze durchaus mithalten können.
Mit Mut in das Spiel gehen
Am letzten Wochenende gab es dafür die entsprechende Blaupause. Beim Topteam PSV Recklinghausen war es nur die schlechte Siebenmeterquote, die ein Ergebnis auf Augenhöhe verhinderte. Das Spiel machte zweitweise Mut für das Rhein-Main-Derby am Samstag. Und diesen Mut braucht es nun erneut, zudem ist eine noch höhere Effizienz gefordert. „Es gilt, wie gegen Recklinghausen wieder ans Maximum in der Abwehr zu kommen“, spricht Robin Bittner von einer Herkulesaufgabe. „Die einfachen Fehler müssen wir abstellen und gegen Bretzenheim unsere Chancen konsequent nutzen“, sagt Nieder-Rodens Co-Trainer, der den verhinderten HSG-Chefcoach Florian Lebherz an der Seitenlinie vertreten wird. „Wir schauen auf uns und möchten das positive Gefühl der ersten 30 bis 40 Minuten aus Recklinghausen mitnehmen“, blickt Bittner voraus.
Unten geht es ziemlich eng zu
Die anstehende Partie gegen Mainz-Bretzenheim ist das erste von sechs Heimspielen der Baggerseepiratinnen in der Rückrunde. Dabei sollte der Blick auf den Spielplan optimistisch stimmen. Natürlich werden auch einige Schwergewichte in der RODAUSTROM Sportarena aufschlagen. Aber alle unmittelbaren Mitkonkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib – TV Aldekerk, HC Leipzig II und Thüringer HC II – müssen im März und April noch nach Nieder-Roden reisen. Das könnte dann für die HSG-Damen der entscheidende Vorteil sein, nicht zuletzt weil es zurzeit im Tabellenkeller sehr eng zugeht. Zwei der vier akut gefährdeten Teams werden die Klasse halten können, die beiden übrigen müssen die Liga verlassen. Nieder-Rodens Frauen möchten unbedingt zu ersteren gehören und im Spätsommer in ihre siebte Drittligasaison gehen.