Starke Leistung beim 19:23 (9:9) gegen Spitzenteam Mainz-Bretzenheim –

Gegen den Favoriten TSG Mainz-Bretzenheim war es lange Zeit ein Spiel auf Augenhöhe. Bis zur 47. Minute blieben die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden dran. Da hatten sie auf 15:17 verkürzt, doch im Anschluss konnten sich die Gäste etwas absetzen. Am Ende unterlagen die Baggerseepiratinnen achtbar mit 19:23 (9:9) und wurden von den Fans in der RODAUSTROM Sportarena mit Beifall bedacht. „Wir können stolz auf unsere Leistung sein“, lobte Co-Trainer Robin Bittner, der für den verhinderten Coach Florian Lebherz an der Seitenlinie stand. Besonders die erste Halbzeit hatte es ihm angetan. „Wir haben den positiven Flow aus der vergangenen Woche mitgenommen und sind fast noch besser gestartet“, resümierte Bittner.

Sich gegenseitig unterstützt

Das lag vor allem an der Defensivleistung. „Unsere Abwehr hat sehr stark gearbeitet, wir haben das Kreuzen der Mainzerinnen gut verteidigt und sie ins Positionsspiel gezwungen“, sagte Robin Bittner. „Dahinter hat Naomi Speckhardt im Zusammenspiel mit dem Block überragend gehalten.“ Die Torhüterin wehrte auch freie Bälle ab und entschärfte mehrere Siebenmeter. Das hätte den Mitspielerinnen die nötige Sicherheit gegeben. Bittner hob den Teamgeist in der Verteidigung hervor, die Spielerinnen hätten sich gegenseitig „super unterstützt“. Offensiv agierten seine Schützlinge geduldig, ließen sich nicht zu schnellen Abschlüssen verleiten. Und: „Obwohl Mainz früh attackierte, konnten wir den Ball gut weiterleiten und mehrfach auf Außen ablegen.“ 

Die Spannung hochgehalten

Beim Spielstand von 9:9 wurden die Seiten gewechselt, das zeigt, wie sehr im ersten Abschnitt um jeden Ball gekämpft wurde. Im Verlauf der zweiten Halbzeit unterliefen den Baggerseepiratinnen nun kleinere Fehler, was gegen einen Gegner dieser Kategorie bestraft wurde. „In der Abwehr waren wir nicht mehr ganz so konsequent“, beobachtete Robin Bittner. „Da haben wir dann einfache Rückraumwürfe zugelassen.“ Positiv wertete er, dass die Partie am Ende nicht komplett hergeschenkt wurde. „Wir konnten die Spannung hochhalten und das Spiel gegen einen starken Gegner sehr ordentlich über die Bühne bringen“, freute sich Bittner. Kommendes Wochenende wartet auswärts bei der HSG Bad Wildungen Vipers das nächste Spitzenteam auf die HSG-Damen. In Nordhessen braucht es einen ähnlich couragierten Auftritt, um bestehen zu können.