Im zweiten Spiel der Meisterrunde musste die männliche B-Jugend der Baggerseepiraten eine schmerzhafte, aber lehrreiche Niederlage hinnehmen. Beim VfL Gummersbach unterlag die HSG Rodgau Nieder-Roden am Ende mit 30:32 – nachdem man sich nach einem verschlafenen Start und vielen Rückschlägen eindrucksvoll zurückgekämpft hatte.

Dabei war die Marschroute vor dem Spiel klar: Die Stärken der Gastgeber waren analysiert, benannt und eigentlich bekannt. Doch genau diese kamen zu Beginn voll zur Geltung. Die HSG wirkte in den Anfangsminuten nicht präsent genug, die Körpersprache fehlte, Gummersbach nutzte das konsequent aus und setzte früh Akzente. Erst nach und nach fanden die Rodgauer besser in die Partie.

Mit zunehmender Spielzeit stabilisierte sich vor allem der Angriff der Baggerseepiraten. Die Lösungen gegen die aggressive Abwehr der Gastgeber wurden gefunden, gute Chancen herausgespielt – auch wenn die Chancenverwertung weiterhin Luft nach oben ließ. Dennoch arbeitete sich die HSG zurück ins Spiel und ging mit einer knappen 15:14-Führung in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein intensives und umkämpftes Meisterrundenspiel. Gummersbach konnte sich zwischenzeitlich wieder etwas absetzen, während die HSG weiter enorm viel investieren musste. Schon in der ersten Halbzeit hatten die Baggerseepiraten dabei einen harten Schlag zu verkraften, denn ein Spieler sah nach einem Gesichtstreffer die rote Karte. Ein Moment, der spürbar wehtat und die HSG zusätzlich forderte – umso bemerkenswerter, wie die Mannschaft diesen Rückschlag gemeinsam auffing, Verantwortung übernahm und mit großem Einsatz und echtem Teamgeist dagegenhielt.

In der Schlussphase zeigte die Mannschaft dann erneut ihr Gesicht: Eine Umstellung in der Abwehr in den letzten Spielminuten zeigte Wirkung, Ballgewinne und Tempo nach vorne brachten die Baggerseepiraten wieder heran. 64 Sekunden vor dem Ende gelang sogar der Ausgleich – das Spiel war wieder völlig offen.

Doch das Happy End blieb aus. Ein technischer Fehler in der entscheidenden Schlussminute verhinderte die mögliche Wende, Gummersbach nutzte die letzte Chance eiskalt und brachte den 32:30-Sieg über die Zeit.

Unterm Strich steht eine knappe Niederlage, die weh tut, aber auch zeigt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Jetzt heißt es: Kopf hoch, die richtigen Lehren mitnehmen, fleißig arbeiten – und im nächsten Spiel wieder angreifen.

Es spielten:
Ole Brosch, Max Edelmann, Daniele Giannusa, Mathis Glück, Victor Gruhl, Tim Heide, Bennet Knaf, Norman Kotzur, Constantin Meyer, Luca Möller, Jan Rhein, Luca Stark, Nicolas Wisser, Linus Zölls