Verletzungen und Krankheiten verhindern Südhessenderby auf Augenhöhe –

Das Ergebnis vorneweg: Mit 20:38 (8:18) unterlagen die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden dem Bundesliganachwuchs der HSG Bensheim/Auerbach. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Florian Lebherz nach der Partie. „Sie hat alles reingeworfen, was sie hatte“, betonte der Trainer der Baggerseepiratinnen. „Sechs der Spielerinnen, die heute auf der Platte standen, konnten unterhalb der Woche krankheits- oder verletzungsbedingt nicht trainieren.“ So hielten seine Schützlinge lediglich in der Anfangsviertelstunde mit – bis zur 15. Minute stand es 6:6. Danach schwanden nach und nach die Kräfte, der personelle Engpass machte sich bemerkbar. Die Rodgauerinnen, bei denen Jil Riecke (8/2) und Kristin Amos (4/1) am häufigsten trafen, verloren den Anschluss. „Wir hatten so gut wie keine Wechselmöglichkeiten und gerieten dadurch immer mehr ins Hintertreffen“, resümierte Lebherz. „Die Fehler im Angriff haben sich summiert und wir sind dann in die Konter gelaufen.“

Gegner lehnt Verlegung ab 

Im Vorfeld hatten die Rodgauerinnen bei Bensheim/Auerbach angefragt, das Südhessenderby wegen der Krankheits- und Verletztenmisere zu verlegen. „Wir haben acht Terminvorschläge gemacht, alle wurden vom Gegner abgelehnt“, ärgerte sich Florian Lebherz. „Das macht man nicht, das ist unsportlich“, schimpfte Nieder-Rodens Trainer. „Zumal es auch Bensheim/Auerbach nichts bringt, einen klaren Sieg gegen ein geschwächtes Team einzufahren – daraus kann man nichts lernen.“ Ausdrücklich lobte Lebherz seine Torhüterin Sophie  Born. „Sie hat trotz der 38 Gegentore eine gute Leistung gezeigt, rund die Hälfte der Treffer waren kaum zu verteidigende Gegenstöße.“ Born konnte sich in der zweiten Halbzeit sogar in die Torschützenliste eintragen: Als Bensheim/Auerbach in Unterzahl eine zusätzliche Feldspielerin gebracht hatte, traf sie ins leere Gehäuse. Nun haben die Baggerseepiratinnen 14 Tage Zeit, zu regenerieren und ihre Akkus aufzuladen. Übernächstes Wochenende geht es zum 1. FC Köln, am 1. März steigt das vorentscheidende Heimspiel gegen den TV Aldekerk.