HSG Rodgau Nieder-Roden II – HSG Kahl/Kleinostheim: 33:27 (14:14) –

Die „Baggerseepiraten“ sind wieder da! Nach den zuletzt wenig überzeugenden Auftritten legten sie laut Aussage ihres Trainer Ergün Sahin geschlossen einen „Riesenfight“ hin. Durch den am Ende doch sehr klaren Fünf-Tore-Sieg setzten sie ein Ausrufezeichen, verteidigten ihren Spitzenplatz und machten einen Schritt in Richtung Meisterschaft und Wiederaufstieg in die Regionalliga. Die Verfolger aus Kahl und Groß-Rohrheim liegen vier und fünf Punkte entfernt auf den Rängen zwei und drei.

So deutlich, wie es das Resultat aussagt, lief es am Sonntag jedoch nicht für die Drittliga-Reserve. Die Vorteile lagen nach ausgeglichenem Beginn (5:5) zunächst bei den Gästen, die sich eine Vier-Tore-Führung verdienten. „Wir hatten zwar guten Zugriff in der Abwehr, uns vorne aber nicht belohnt“, trauert Ergün Sahin zahlreichen vergebenen Chancen nach. Der Coach nahm eine Auszeit, stellte um und nahm taktische Anpassungen vor – all dies zahlte sich aus. Bis zur Pause zog seine Mannschaft auch dank eines von Marius Hildebrand gehaltenen Siebenmeters gleich (14:14).

In der Kabine nahmen sich die Hausherren einiges vor für die zweite Halbzeit, in der „wir die Kahler vor Probleme stellen konnten“ (Ergün Sahin). Seine Jungs ließen aus einer stabilen Abwehr heraus (mit weiterhin starkem Keeper Hildebrand dahinter) den Ball schnell laufen, drückten auf die Nahtstellen und nutzten ihre Chancen. Damit gelang den Hausherren die Wende (19:17, 22:19, 24:20). Dieser Vorsprung von drei, vier Toren wurde gehalten, ehe in den Schlussminuten weitere Treffer on top dazukamen und das Ergebnis noch etwas höher ausfiel.

„Wir genießen den Moment und nehmen den Schwung in die nächsten wichtigen Spiele mit, auf die wir uns jetzt intensiv vorbereiten werden“, blickt Ergün Sahin voraus. Am 22. Februar führt der Weg zur TuSpo Obernburg II, die trotz ihres zehnten Tabellenplatzes jüngst drei Begegnungen gewinnen konnte.

HSG Rodgau Nieder-Roden II: Hildebrand, Bludau; Landskron, Ullrich (3), Broschek, Braun (1), Eyssen (2), Kraus (10/5), Trageser (4), Spanheimer, Schopper (4), Eger, Zelser (7), Klein (2), Juric. Zeitstrafen: 5 – 4 – 7m: 6/5 – 5/4