Vorbericht aus der OP-Online –

Rodgau – Vier Niederlagen in Serie, nur ein Sieg: Das ist die bisher ernüchternde Bilanz der Drittliga-Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden in diesem Jahr. Am Samstag reist die Mannschaft von Trainer Christian Sommer nach Köln, tritt ab 19 Uhr beim Longericher SC an. Die Domstädter stehen punktgleich mit der HSG auf dem siebten Tabellenplatz, im Hinspiel trennten sich beide Teams 31:31.

„Bei uns ist gerade der Wurm drin“, sagt Kapitän Florian Stenger zur aktuellen Schwächephase der Rodgauer. „Der Rhythmus, der uns in der ersten Saisonhälfte so stark gemacht hat, ist gerade nicht da. Da gilt es, im Training dran zu arbeiten“, sagt US-Nationalspieler Sam Hoddersen. Bereits im Dezember begann der Abwärtsstrudel für die „Baggerseepiraten“: Zwei von drei Spielen wurden verloren und das waren ausgerechnet die Derbys in Hanau und Gelnhausen. Zum Jahresauftakt gab es dann einen 36:33-Sieg in Haßloch, doch anschließend gab es vier Niederlagen. Erneut waren mit Kirchzell und Hanau zwei Derbyniederlagen dabei, vor der Fastnachtspause unterlag das Sommer-Team mit 31:35 bei den abstiegsbedrohten SGSH Dragons.

Nun also das Auswärtsspiel beim Longericher SC Köln. Die Kölner haben in diesem Kalenderjahr zwei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage verbucht. Die einzige Pleite gab es zu Hause gegen Saarlouis, dem Ligaprimus musste Köln sich mit 29:30 geschlagen geben.

Das Hinspiel in Nieder-Roden Ende September war ein Duell auf Augenhöhe. Keine Mannschaft schaffte es, sich abzusetzen, immer wieder gab es Führungswechsel. Am Ende standen beide Teams mit jeweils einem Punkt da und konnten damit zufrieden sein. Die Voraussetzungen sind dieses Mal aber vollkommen andere. Vor dem Hinspiel hatte Nieder-Roden zwei souveräne Siege im Rücken mit 43 und 39 geworfenen Toren, anschließend folgte eine Siegesserie von sieben Spielen. „In so einem Moment läuft dann auch alles für einen, genau andersherum erleben wir die Situation jetzt. Nun gilt es, als Team noch enger zusammenzurücken und den Bock umzustoßen“, gibt Kapitän Stenger die Marschroute vor.