Am Sonntag gegen Leihgestern würde ein Heimsieg gut tun –

In der RODAUSTROM Sportarena steigt für die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden am Sonntag der zweite Heimauftritt in Folge. Nach dem 30:24-Sieg gegen den TV Aldekerk erwarten die Baggerseepiratinnen um 17 Uhr den bärenstarken Aufsteiger TSG Leihgestern. „Wir müssen an unsere Leistung vom letzten Heimspiel anknüpfen und Leihgestern alles abverlangen“, fordert Florian Lebherz. „In den verbleibenden fünf Spielen brauchen wir mal auch eine Überraschung, um die Klasse zu halten“, sagt Nieder-Rodens Trainer mit Blick auf das Hessenduell. Denn nicht nur gegen die Tabellennachbarn muss gewonnen werden. Zudem sollte gegen Mannschaften gepunktet werden, die auf den Plätzen fünf bis acht stehen – darunter befindet sich der bevorstehende Gegner, der bislang 23:11 Zähler eingefahren hat:  „Leihgestern gehört zu den Top-Teams der Liga“, so Lebherz. „Wir wollen uns aber nicht von der Platzierung beeindrucken lassen, sondern schauen nur auf uns. Ein weiterer Heimsieg würde uns gut tun:“

Leihgestern will in die 2. Liga

Das Spiel hat nicht nur für die Baggerseepiratinnen eine große Bedeutung. Schließlich will sich der Gegner aus Mittelhessen für seine tolle Saison belohnen und formuliert anspruchsvolle Ziele: „Leihgestern hat zurecht für die 2. Bundesliga gemeldet“, betont Florian Lebherz. Theoretisch könnte das Team sogar direkt aufsteigen. Weil staffelübergreifend insgesamt nur drei Drittligisten hoch wollen, entfällt in diesem Jahr die Relegation. Allerdings müsste die TSG dafür mindestens Zweiter werden: Bei derzeit vier Punkten Rückstand und nur noch fünf zu spielenden Begegnungen wird das jedoch kein leichtes Unterfangen. Als vorteilhaft könnte sich erweisen, dass die beiden Mannschaften an der Tabellenspitze – Mainz-Bretzenheim und Köln – noch aufeinandertreffen. Mindestens einer der beiden Führenden wird da also Punkte lassen. Auch deshalb wird Leihgestern alles geben, um dem direkten Durchmarsch von der Regionalliga in die 2. Bundesliga näher zu kommen.

Nicht gleich hinterherlaufen

Im Hinspiel verloren Nieder-Rodens Damen in der Nähe von Gießen mit 22:30. Seinerzeit gerieten die Baggerseepiratinnen schon früh ins Hintertreffen. Nach einem 5:0-Lauf der Gastgeberinnen lagen sie nach gut zehn Minuten mit 2:7 zurück. „Von da an sind wir diesem Rückstand stetig hinterhergelaufen“, erinnert sich Florian Lebherz. Zwar kamen seine Schützlinge im Anschluss auf drei Treffer heran, doch das war nur ein kurzzeitiges Aufflackern: Danach nahm Leihgestern erneut das Heft in die Hand. Die Mittelhessinnen bauten ihren Vorsprung bis zur Pause auf sieben Tore aus. Spätestens ab der 45. Minute war dann endgültig der Stecker gezogen. Am Sonntag soll es im Rückspiel auf jeden Fall anders laufen!