23:20 (9:10)-Auswärtstriumpf in Wülfrath ist der dritte Sieg in Folge! –
Das war nichts für schwache Nerven, aber gaaanz wichtig! Mit 23:20 (9:10) gewannen die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden ihre Auswärtspartie beim TB Wülfrath. „Was für ein Spiel!“, musste Florian Lebherz nach der Schlusssirene erst einmal kräftig durchschnaufen. „Die Gegnerinnen haben uns alles abverlangt, wollten ihrerseits die Begegnung unbedingt für sich entscheiden“, sagte der Trainer der Baggerseepiratinnen. „Wir haben mit Einsatz, Willen und mannschaftlicher Geschlossenheit dagegengehalten – das war eine grandiose kämpferische Leistung!“ Letztlich gewannen seine Schützlinge aufgrund ihres überragenden Abwehrverhaltens: „Zum zweiten Mal in Folge haben wir eine Begegnung mit nur 20 Gegentoren beendet“, schwärmte Lebherz. „Und dabei konnten wir uns wieder auf unsere Torhüterin Naomi Speckhardt verlassen, die in entscheidenden Momenten großartig gehalten hat.“
Knappe Angelegenheit bis zum Schluss
Wie eng es zuging, zeigt der Blick auf den Spielverlauf. Keine der beiden Mannschaften konnte sich während der 60 Minuten entscheidend absetzen. Das lag auch an der oft fehlenden Effizienz im Angriff. „Offensiv war es von uns keine Glanzleistung“, analysierte Florian Lebherz. „Allein in der ersten Halbzeit hatten wir zwölf Fehlwürfe.“ Der zweite Abschnitt geriet dann zum Wechselbad der Gefühle. Kurz nach Wiederanpfiff mussten die Baggerseepiratinnen zunächst zwei Gegentore hinnehmen, lagen mit 9:12 zurück (32.). Doch sie blieben dran und egalisierten zum 14:14 (41.). Wenig später hatten sie das Spiel nach Siebenmetertoren von Jil Riecke und der gesundheitlich angeschlagenen Kristin Amos gedreht – die HSG-Damen führten mit 17:15 (46.). Ein letztes Mal konnte Wülfrath beim Stand von 18:18 ausgleichen (53.). Bis zum Ende blieb es weiter eine ziemlich knappe Angelegenheit. Erst in der Schlussminute machten die HSG-Damen den Deckel drauf und feierten ihren dritten doppelten Punktgewinn in Folge.
Jede Einzelne im Dienst der Mannschaft
„Die Grundlagen für diesen Sieg haben sich die Mädels in den zurückliegenden Wochen erarbeitet“, freute sich Florian Lebherz zudem über den Teamgeist.„Im Spiel hat sich jede Einzelne in den Dienst der Mannschaft gestellt.“ So feuerten sich Baggerseepiratinnen während der gesamten Spieldauer gegenseitig an, feierten jede gelungene Aktion! Für einen kurzen Augenblick heißt es jetzt, den Erfolg zu genießen. Doch schon am kommenden Wochenende steht daheim in der RODAUSTROM Sportarena der nächste Showdown an. Dann wartet mit dem HC Leipzig II der unmittelbare Kontrahent im Kampf um den Ligaverbleib. „Da brauchen wir genauso eine Abwehrleistung wie zuletzt“, blickt Lebherz nach vorn. „Und offensiv müssen wir unbedingt eine Schippe drauflegen.“Mit einer vollen Halle und der Unterstützung des Publikums sollte am kommenden Sonntag, 29. März, ab 15 Uhr erneut etwas gehen.
