26:33 (11:17)-Niederlage gegen den HC Leipzig ll –

Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt: Nach drei Siegen hintereinander verloren die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden das vorentscheidende Spiel gegen den HC Leipzig mit 26:33 (11:17). Dabei hatte es vor über 250 lautstarken Fans in der RODAUSTROM Sportarena zu Beginn der Begegnung zunächst positiv ausgesehen: Die Baggerseepiratinnen legten los wie die Feuerwehr und führten nach etwas mehr als sechs Minuten mit 4:1. „Wir sind gut in die Partie gekommen, haben danach aber das Momentum nicht genutzt“, konstatierte HSG-Trainer Florian Lebherz. „Im Verlauf des ersten Abschnitts hatten wir sieben Fehlwürfe aus aussichtsreichen Situationen, dazu technische Fehler.“ Die Folge: Leipzig kam zurück, konnte zum 4:4 ausgleichen (9.). Noch einmal hatten die Rodgauerinnen die richtige Antwort parat, gingen wieder mit 6:4 in Führung (10.). Das 8:7 wenig später sollte an diesem Tag jedoch der letzte Vorsprung der HSG-Damen gewesen sein (17.). Getroffen hatte die siebenfache Torschützin Elena Bonifer, die besonders in der Anfangsphase sehr treffsicher agierte. Leipzig drehte nun die Partie und führte seinerseits (19.), die Baggerseepiratinnen blieben dran. „Doch dann wurde der Pausentee leider fünf Minuten zu früh eingeschenkt“, sagte Florian Lebherz. „Kurz vor dem Seitenwechsel sind wir mit sechs Toren Rückstand ins Hintertreffen geraten“, spielte er auf den Halbzeitstand von 11:17 an.

Zum zweiten Spielabschnitt kamen die Baggerseepiratinnen mit Laura und Katharina Keller – und mit neuem Elan. Sie holten Tor um Tor auf, beim Stand von 17:19 und 18:20 lag die Wende förmlich in der Luft (39./41.). „Leider wurde in dieser Phase jede 50:50-Entscheidung gegen uns ausgelegt“, war Florian Lebherz mit der Schiedsrichterleistung nicht einverstanden. „Zudem habe ich eine Zweiminuten-Zeitstrafe gegen mich bekommen, obwohl ich da gar nichts gesagt hatte“ (44.). Dennoch blieben seine Schützlinge dran, beim Stand von 22:25 war das Spiel knapp acht Minuten vor dem Ende noch halbwegs offen. In der Schlussphase schwanden allerdings die Kräfte und so konnte Leipzig die Partie sicher nach Hause bringen. „Mit ausschlaggebend war, dass es unserem Gegner gelang, unser Angriffsspiel erfolgreich zu unterbinden“, resümierte der HSG-Trainer, der darauf verwies, dass die Gäste mit vier Spielerinnen angetreten waren, die auch dem Leipziger Zweitligakader angehören. Nach der Niederlage ist der Ligaverbleib für die Rodgauerinnen aus eigener Kraft nicht mehr zu schaffen. Trotzdem lobte Florian Lebherz seine Mannschaft, die alles gegeben hatte: „Es war beeindruckend, wie die Mädels in den letzten Wochen als Team hundert Prozent hineingeworfen haben – an diesem Tag sollte es einfach nicht sein.“ Er betonte, dass ungeachtet der schlechten tabellarischen Ausgangslage nach Ostern noch zwei Spiele anstehen: „Wir werden alles versuchen, diese Begegnungen zu gewinnen.“