Zu viele Fehler bei der 19:21 (8:11)-Niederlage in Mainz –
Sechs Spielzeiten in Folge gehörten die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden der dritthöchsten deutschen Spielklasse an. Am Samstagabend endete diese Ära fürs Erste: Die 19:21 (8:11)-Auswärtsniederlage bei Mainz 05 II besiegelte den Abstieg der Baggerseepiratinnen in die Regionalliga. Schon zu Beginn der Partie deutete sich an, dass die zarte Hoffnung auf den Klassenerhalt kaum neue Nahrung erhalten würde. Schnell gerieten die mit nur neun Feldspielerinnen angetretenen Rodgauerinnen mit 0:4 ins Hintertreffen (5. Minute). Und der verschlafene Start setzte sich zunächst fort: Wenig später lagen die HSG-Damen bereits mit 2:7 zurück (10.). Zwar kämpften sie sich in der Folge auf 7:8 heran (18.). Doch der Ausgleich wollte nicht fallen, die nächsten knapp neun Minuten blieben auf beiden Seiten torlos. Danach konnten sich die Mainzerinnen wieder etwas absetzen, beim Stand von 11:8 für die Gastgeberinnen wurden die Seiten gewechselt.
Bis auf ein Tor rangekommen
Im zweiten Abschnitt zog Mainz zunächst auf 18:12 davon (42.). Im Anschluss bäumten sich die Baggerseepiratinnen auf, verkürzten Zug um Zug. Drei Minuten vor dem Ende lagen sie lediglich mit einem Tor hinten: Nur noch 20:19 für das Heimteam prangte es auf der Anzeigetafel, doch damit war die Rodgauer Aufholjagd beendet. 54 Sekunden vor Schluss gelang Mainz 05 dann die Entscheidung. „Nur die letzten zehn bis fünfzehn Minuten haben wir uns wirklich aufgeopfert“, resümierte Florian Lebherz nach der Begegnung, „Das war unsere schlechteste Saisonleistung“, konstatierte der enttäuschte HSG-Trainer. „Über die gesamte Begegnung unterliefen uns mehr 35 Fehler“, wurde er deutlich. „Und als wir dran waren und das Spiel kippen konnte, haben wir verworfen.“ Lebherz sprach davon, dass es ein nun paar Tage dauern würde, bis der Abstieg aus der 3. Liga verdaut sei. „Aber am Samstag wollen wir uns zum Saisonabschluss daheim gegen den Thüringer HC würdig von unseren Fans verabschieden.“
