HSG-Damen verabschieden sich Samstagabend aus der 3. Liga –

Die Saison 2025/26 geht zu Ende. Inzwischen ist Gewissheit geworden, was sich nach der Niederlage gegen Leipzig vor drei Wochen andeutete. Es ist Zeit, auf Wiedersehen zu sagen: Die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden bestreiten am Samstag um 19:30 Uhr gegen den Thüringer HC II ihr vorerst letztes Drittliga-Heimspiel. Nach sechs Spielzeiten in Deutschlands dritthöchster Klasse treten die Baggerseepiratinnen nächste Saison in der Regionalliga an. „Wir bedanken uns beim Verein, unseren Helfern, Sponsoren und Fans für die Unterstützung in der abgelaufenen Runde“, sagt HSG-Trainer Florian Lebherz. Allen Beteiligten macht Mut, dass der Kader weitgehend zusammenbleibt. „Wir werden wiederkommen!“, schaut Lebherz bereits nach vorn.

Rückblick auf die Saison

Der letzte Spieltag ist auch Anlass für einen Rückblick: Vor der Saison stand ein großer Umbruch. Sechs Spielerinnen verließen den Verein, größtenteils langjährige Leistungsträgerinnen im HSG-Dress. Neun neue Akteurinnen kamen, die Mehrzahl ohne große Drittligaerfahrung. Trotz des Umbruchs ließ sich der Start gut an. Gegen den favorisierten Auftaktgegner aus Recklinghausen (aktueller Tabellenzweiter) waren die Baggerseepiratinnen lange das bessere Team. Sie führten in der 48. Minute mit 23:22, um sich am Ende noch mit 30:35 geschlagen geben zu müssen. Es folgten vier weitere Niederlagen, ehe am 6. Spieltag mit dem 24:23 beim TV Aldekerk der erste Sieg gelang. Der dritte Punkt wurde am 9. Spieltag beim 25:25 in Leipzig geholt.

Ärgerlich waren die Heimniederlagen gegen Wülfrath (31:32) nach einer Sieben-Tore-Führung und gegen Mainz 05 (25:26). Die Mainzerinnen traten dabei mit einem halben Dutzend Spielerinnen aus ihrem Zweitligakader an. Zur Weihnachtspause lagen die Baggerseepiratinnen dennoch auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Das neue Jahr begann mit sechs Niederlagen am Stück, ehe sich das Lazarett leerte und im März die Trendwende kam. Nach den Siegen gegen Aldekerk (30:24), Leihgestern (26:20) und in Wülfrath (23:20) gab es gegen Leipzig eine Art Endspiel: Vor 250 Zuschauern unterlagen die HSG-Damen mit 26:33, die Chancen auf den Klassenerhalt sanken. Das 19:21 vor einer Woche in Mainz bedeutete den endgültigen Abstieg.

Vier gehen von Bord

Nach dem Spiel am Samstag verabschieden sich die Baggerseepiratinnen nicht nur aus der 3. Liga. Auch heißt es, Danke! an vier verdiente Crewmitglieder für das Geleistete zu sagen: Torhüterin Sophie Born, Kreisläuferin Clara Wimmer, Physio Sabrina Schäplitz und Torwarttrainer Florian Eberhardt werden das Piratenschiff verlassen. Die Mannschaft und die Verantwortlichen werden ihnen einen würdigen Abschied bereiten und dem Quartett alles Gute für Zukunft wünschen.