33:30 (14:13)-Sieg gegen den Thüringer HC II –

Am Schluss gab es zwar kein Happy End, aber doch ein paar schöne Momente. Die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden gewannen ihr letztes Saisonspiel mit 33:30 (14:13) gegen den Thüringer HC II. Im Anschluss wurden sie von den rund 100 Zuschauern in der RODAUSTROM Sportarena gefeiert. „Es war ein versöhnlicher Saisonabschluss“, sagte Florian Lebherz nach dem letztlich ungefährdeten Sieg. „Wir haben diszipliniert gespielt und die Partie nie aus der Hand gegeben“, resümierte der Trainer der Baggerseepiratinnen, der sportlich fair einräumte, dass die Gegnerinnen ohne ihre Shooterin Kim Ott angetreten waren. Das sollte die Leistung seiner Schützlinge jedoch keineswegs schmälern. „Ich möchte den Charakter des Teams hervorheben, weil wir trotz des feststehenden Abstiegs als Mannschaft auftreten sind.“ Jede einzelne Spielerin hätte ihre Spielanteile gehabt und fast alle konnten sich in die Torschützenliste eintragen. „Wir werden jetzt keinen Gang zurückschalten, sondern sogar eine Schippe drauflegen“, kündigte Lebherz an und versprach: „Nächste Saison wollen wir in der Regionalliga auf jeden Fall im oberen Tabellenfeld mitspielen.“

Sophie Born zeigt Torjägerqualitäten 

Nach der Partie bedankte sich die Mannschaft bei Helfern, Fans und Sponsoren für die tolle Unterstützung. Anschließend wurden vier verdiente Kräfte gewürdigt, die in der kommenden Runde neue Wege gehen werden. So wird Kapitänin Clara Wimmer die Baggerseepiratinnen nach drei Jahren verlassen. Die Kreisläuferin griff selbst zum Mikrofonund verabschiedete Physio Sabrina Schäplitz und Torwarttrainer Florian Eberhardt. Ein ganz besonderer Abend wurde es für Sophie Born, die ihre Torhüterinnen-Karriere beendete – vier Jahre lang trug sie das HSG-Trikot. „In ihrem letzten Spiel hat Sophie eine ganz starke Leistung geboten und maßgeblich zum Erfolg gegen den Thüringer HC beigetragen“, lobte Florian Lebherz. Nieder-Rodens Nummer 12 zeigte nicht nur zahlreiche tolle Paraden, sondern entwickelte auch Torjägerqualitäten. Als die Gäste im zweiten Abschnitt einige Male die siebte Feldspielerin gebracht hatten, traf sie gleich dreimal ins leere Tor. Das hätte sich kein Choreograf besser ausdenken können. Die  gesamte Mannschaft indes bewies Stehvermögen, blieb bis in die tiefe Nacht hinein in der Halle– ein schönes Ende einer nicht ganz so schön verlaufenen Saison.