Am Ende ist es eine deutliche Sache: Die HSG Hanau setzt sich auch im zweiten Aufeinandertreffen in dieser Saison mit der HSG Rodgau Nieder-Roden durch-

Spielbericht aus der OP-Online –

Nieder-Roden/Hanau – Die Serie der Derbypleiten für die HSG Rodgau Nieder-Roden in der 3. Handball-Liga hat sich am Freitagabend mit einer 31:38 (14:18)-Niederlage gegen die HSG Hanau fortgesetzt. Zuvor hatten die Nieder-Rodener bereits das Hinrundenspiel in Hanau (29:34), in Gelnhausen (28:34) sowie zuletzt in Kirchzell (24:27) verloren. Die Grimmstädter verließen damit zum dritten Mal hintereinander gegen die „Baggerseepiraten“ als Sieger den Platz und kämpften sich – bei einem Spiel Rückstand – in der Tabelle bis auf einen Zähler an den Konkurrenten heran. „Ich bin sehr angetan von meiner Mannschaft, die sämtlichen Widerständen getrotzt hat, sei es Zwei-Minuten-Strafen oder der Roten Karte“, meinte Hanaus Trainer Axel Spandau. Dagegen war sein Gegenüber Christian Sommer „maximal bedient, vor allem in der Höhe und wie wir uns am Ende hängen lassen.“ In den letzten zehn Minuten ergaben die die Hausherren, die viele einfache Fehler machten, nahezu kampflos in ihr Schicksal. „Am Ende waren wir die cleverere Mannschaft“, freute sich Hanaus Geschäftsführer Hannes Geist über die beiden Punkte.

Reichlich Emotionen im Spiel

In der Partie waren von Beginn an reichlich Feuer und viele Emotionen, aber auch leichte Fehler und Fehlpässe. Hanau legte eine 2:0-Führung vor, ehe die Hausherren besser ins Spiel kamen. Beim Stand von 2:2 erhielten die Rodgauer den ersten Siebenmeter zugesprochen, den Top-Torjäger Sam Hoddersen aber einen Meter am Tor vorbeiwarf. Dennoch brachte Simon Brandt Nieder-Roden kurz darauf mit 3:2 erstmals in Führung. Durch einen verworfenen Strafwurf – Saad Khan parierte gegen Nils Hassler – und einen Wurf von Torwart Frederic Becker auf das leere Hanauer Tor, der aber deutlich vorbei ging, verpassten die „Baggerseepiraten“ ein besseres Zwischenergebnis. Und es sollte noch schlimmer kommen: Nach einem Foul an Jan-Eric Kleemann sah Rodgaus Filip Wunderlich die Rote Karte (18.). Jetzt waren wieder die Hanauer an der Reihe: Mit drei Toren hintereinander wandelten die Grimmstädter das 9:9 in eine 12:9-Führung um. Die Führung behaupteten die Gäste auch bis zur Pause (18:14). Auch, weil Khan einen weiteren Siebenmeter abwehrte.

Nach der Pause waren die Emotionen weiter hoch, am Spielstand änderte sich aber nur wenig. Bereits in der 39. Minute sah Hanaus Cedric Schiefer nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Doch Nieder-Roden schlug daraus kein Kapital. Immer, wenn die Chance bestand, den Rückstand auf zwei Tore zu verkürzen, folgte ein leichter Fehler. Auf der anderen Seite nahmen Jan-Philipp Winkler und Jan-Eric Ritter das Hanauer Spiel in die Hand und warfen immer wieder wichtige Tore. Selbst eine zweimalige doppelte Unterzahl überstanden die Gäste schadlos. Beim 26:28 (48.) war Nieder-Roden erstmals auf zwei Tore heran, doch schnell baute Hanau den Vorsprung wieder auf drei, vier Tore aus und schoss die „Baggerseepiraten“ in den letzten Minuten förmlich ab.

Zeitstrafen: 0:8 – Rote Karte: Wunderlich (Nieder-Roden, 18., Foulspiel), Schiefer (39./Hanau, 3. Zeitstrafe) – 7m: 4/7 – 1/2