Eine deutliche Niederlage musste die JBLH-Mannschaft der B1-Jugend der HSG Rodgau Nieder-Roden im Duell mit dem direkten Konkurrenten um Platz zwei, dem VfL Gummersbach, hinnehmen.
Mit 25:39 fiel das Endergebnis klar aus und spiegelte auch den Spielverlauf wider.

Vor guter Kulisse in der RODAUSTROM Sportarena wollte sich die männliche B1-Jugend im letzten Heimspiel der Saison unbedingt zwei Punkte sichern, um die Chance auf ein mögliches „Endspiel“ in Essen um den Einzug ins Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft zu wahren. Die Gäste aus dem Oberbergischen Kreis hingegen konnten sich mit einem Sieg bereits vorzeitig für das Viertelfinale qualifizieren. Entsprechend waren die Voraussetzungen für eine spannende Partie gegeben.

Die Begegnung begann ausgeglichen. Nach rund elf Minuten stand es 6:6, und bis dahin hatten die Verantwortlichen der HSG berechtigte Hoffnungen auf eine enge Partie. Doch nach einer ersten Überzahlsituation stellten die Gummersbacher ihre Defensive um und nahmen Rodgaus Spielmacher Luca Möller in Manndeckung. Diese Maßnahme zeigte Wirkung.  Der VfL setzte sich mit einem 5:0-Lauf auf 14:10 ab und drückte der Partie zunehmend seinen Stempel auf. Zur Halbzeit stand es verdientermaßen 19:13 für die Gäste.

Nach der Pause kamen die Hausherren nie richtig ins Spiel, und das Team der Gummersbacher Nachwuchsakademie erspielte sich nach rund 35 Minuten erstmals eine Zehn-Tore-Führung. Die Gummersbacher setzten auf enorme individuelle Qualität auf nahezu allen Positionen. Besonders Luca Kersten war im Eins-gegen-eins kaum zu stoppen. Gelang es Rodgau, ihn zu kontrollieren, nutzte der äußerst schnelle Hector Gand seine Dynamik, um die entstehenden Räume zu attackieren. Die Gäste aus dem Handballinternat präsentierten sich hervorragend eingestellt und stellten eine kompakte, robuste, aber faire Defensive. Mit schnellen Beinen verschoben sie konsequent und ließen den „Baggerseepiraten“ nur selten Raum für strukturierte Angriffe.

Auch offensiv behielt Gummersbach zunehmend die Oberhand. Immer wieder gelang es den Spielern um Trainer Maciej Dmytruszyski, sich im Eins-gegen-eins durchzusetzen und die Lücken in der Rodgauer Abwehr konsequent zu nutzen. Die Jungpiraten fanden über weite Strecken kaum Lösungen gegen die kompakte Deckung der Gäste.

Zudem waren die Positionen beim VfL insgesamt stärker besetzt, was sich sowohl im Tempospiel als auch im Positionsangriff bemerkbar machte. Während Rodgau zunehmend Mühe hatte, zu klaren Torchancen zu kommen, nutzten die Gummersbacher ihre Möglichkeiten konsequent und bauten ihren Vorsprung im Verlauf der Partie immer weiter aus.

Am Ende stand ein deutlicher und auch in dieser Höhe verdienter 39:25-Erfolg für den VfL Gummersbach auf der Anzeigetafel. Für Rodgau Nieder-Roden war es eine der wenigen Begegnungen in dieser Saison, in der man über die gesamte Spielzeit hinweg klar unterlegen war und das Spiel kaum offen gestalten konnte.

Trainer Andi Knaf sagte nach der Partie:
„Wir haben es über die gesamten 60 Minuten nicht geschafft, zu unserer Form zu finden. Gummersbach hat das heute sehr gut gemacht. Über alle Positionen hinweg hatten sie heute die besseren Spieler. Wir haben keine Abwehr stellen können, die dem Druck standhält. Im Angriff waren wir zu statisch. So kann man ein Spiel nicht gewinnen. Wir haben insgesamt eine gute Saison gespielt, aber heute waren wir klar unterlegen.“

Gummersbachs Trainer Maciej Dmytruszyski zeigte sich entsprechend zufrieden:
„Wir haben uns in dieser Woche sehr gut vorbereitet und von der ersten Minute an eine hervorragende Einstellung gezeigt. Heute habe ich eines der besten Spiele meiner Mannschaft gesehen. Wir wussten um die Stärke von Luca Möller und mussten deshalb früh unsere Abwehr umstellen. Außerdem wussten wir, dass wir mit einem Sieg im Viertelfinale auf Kiel treffen würden. Das hat die Jungs zusätzlich motiviert. Insgesamt bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft.“

Es spielten:
Daniele Giannusa, Jan Rhein; Ole Brosch, Max Edelmann, Mathis Glück, Victor Gruhl, Tim Heide, Bennet Knaf, Norman Kotzur, Constantin Meyer, Luca Möller, Mateo Schüler, Luca Stark, Nicolas Wisser, Linus Zölls