Heimspiel am Sonntag gegen Leipzig vorentscheidend für Ligaverbleib –
Kein Western-Regisseur hätte es wohl spannender inszenieren können. Getreu der Devise „Diese Liga ist zu klein für uns beide“ fordern die Baggerseepiratinnen den HC Leipzig II zum Showdown. Das Duell am Sonntag um 15 Uhr in der RODAUSTROM Sportarena ist vorentscheidend – im Kampf um den Verbleib in der dritthöchsten Spielklasse. Denn der Sieger hat gute Chancen, die Liga zu halten. Der Verlierer dagegen hätte (nach dem 25:25 im Hinspiel) auch den direkten Vergleich verloren und müsste mindestens drei Punkte aufholen. Bei dann noch zwei verbleibenden Spielen wäre das ein sehr ambitioniertes Unterfangen. Aktuell haben die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden den rettenden zehnten Platz inne, gefolgt vom TV Aldekerk und Leipzig. Alle drei Mannschaften haben 9:29 Zähler, es geht im Tabellenkeller also sehr eng zu. Zwei Teams werden am Saisonende die Klasse verlassen müssen. Theoretisch könnten auch Mainz 05 II (13:25) und der Thüringer HC II (14:24) noch ins Schwitzen kommen. Allerdings ist deren Vorsprung schon recht groß und sie haben die Option, auf Aktive aus der „Ersten“ zurückgreifen zu können.
Florian Lebherz, Trainer der Baggerseepiratinnen, blickt optimistisch auf das anstehende Spiel: „Der HC Leipzig hat im Endspurt der laufenden Saison, genau wie wir, Überraschungspunkte holen können. Dementsprechend erwarte ich eine Begegnung auf Augenhöhe – und wieder mal eine Wundertüte an Spielerinnen, wie es bei zweiten Mannschaften in solchen Situationen der Fall ist. Wir legen den Fokus nur auf uns und beschäftigen uns nicht mit irgendwelchen Eventualitäten. In den vergangenen Wochen sind wir immer enger zusammengewachsen, das hat uns zuletzt beim Auswärtserfolg in Wülfrath unheimlich geholfen! Die Mädels konnten in den letzten drei Spielen überzeugen und diese Reise soll vor einer tollen Kulisse fortgeführt werden. Mit einem Sieg gegen Leipzig würden wir einen entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Wir brauchen eine harte und stabile Abwehr, dazu einen effektiven Abschluss im Angriff. Jeder Fehler wird von Leipzig konsequent bestraft, deshalb müssen wir offensiv geduldig und mit taktischer Disziplin spielen.“
Alle in die Halle und die Baggerseepiratinnen unterstützen, lautet das eindeutige Motto für Sonntagnachmittag. Angesichts der Bedeutung des Spiels brauchen die HSG-Damen den achten Mann und die achte Frau – sprich, die lautstarke Unterstützung von den Rängen. Zum Spiel gegen den HC Leipzig lebt die „Rote Wand“ wieder auf. Wer im roten Dress erscheint, zahlt einen reduzierten Eintritt von fünf Euro, ermäßigt sind es drei Euro (regulär neun/sieben Euro). „Kommt also in Rot in die Halle und feuert uns an!“, wirbt Trainer Florian Lebherz vor dem Showdown um den Support der Fans.