Die Saison in der 3. Liga Staffel Süd-West neigt sich dem Ende zu, die HSG Rodgau Nieder-Roden hat noch fünf Spiele vor der Brust bevor es in die Sommerpause geht. Am Sonntag reist die Truppe von Cheftrainer Christian Sommer zum Tabellenerster, der HG Saarlouis, um 17 Uhr geht es in der Stadtgartenhalle um zwei Punkte. Im Hinspiel konnte Nieder-Roden zwar mit 34:32 gewinnen, seitdem haben sich die Gegebenheiten in Rodgau allerdings stark geändert. Die letzten zwei Heimspiele konnte die HSG zwar jeweils gewinnen, das Sommer-Team ist auswärts aber seit Anfang Januar ohne Sieg und hat fünf Pleiten in Folge in der Fremde hinnehmen müssen.

Die Halle tobte in Nieder-Roden, etwa 600 Zuschauer sahen ein richtiges Ausrufezeichen der HSG Rodgau. Mit 34:32 gewann die Heimmannschaft und fügte Saarlouis die erst zweite Saisonniederlage zu, Sam Hoddersen wusste mit elf Toren zu begeistern. Für die HSG war es der vierte Erfolg in Folge und das siebte Spiel ohne Niederlage, durch den Sieg zog Nieder-Roden sogar an der HG in der Tabelle vorbei.

Mittlerweile stehen die Saarländer mit 44:6-Punkten wieder am Platz an der Sonne, Rodgau ist dafür Tabellensiebter mit 29:21-Punkten. Seit Dezember gehen die Formkurven sehr deutlich auseinander, die HSG muss sich mit vier Siegen und neun Niederlagen zufrieden geben, Saarlouis kann auf elf Siege und eine Niederlage zurückblicken. Dieses eine verlorene Spiel hatte es dafür ordentlich in sich, vor zwei Wochen verlor der Tabellenführer zu Hause mit 28:37 gegen die HSG Hanau. „Vielleicht war diese Pleite am Ende aber durchaus nützlich für das Team und allen ist verdeutlicht worden, von alleine geht es nicht“, schreibt der Ligaprimus auf seiner Homepage: „Erst nach den letzten fünf Spielen sollte man sich über die Aufstiegsrunde Gedanken machen.“

Somit dürfte HSG-Trainer Christian Sommer also gesehen haben, wie auch in diesem Frühjahr 2026 Saarlouis zu schlagen ist, gleichzeitig weiß es Rodgau ja auch noch selbst aus dem Hinspiel. Auf der anderen Seite ist es schwer vorstellbar, dass die HG gleich in zwei Spielen nacheinander so eine Leistung auf die Platte legt, es ist eher davon auszugehen, dass die Mannschaft von Trainer Jörg Lützelberger eine deutliche Reaktion zeigen will.