Baggerseepiraten unterliegen Elbflorenz mit 29:32 (15:15)

Eine sehr unterhaltsame und torreiche Partie bekamen die gut 350 Zuschauer am Vorabend des zweiten Advent in der Wiesbadener Str. präsentiert. Die Gäste aus Dresden hatten am Ende den längeren Atem und setzten sich aufgrund der individuellen Klasse gegen aufopferungsvoll kämpfende Rodgauer verdient durch.

Trainergespräch unter: https://www.youtube.com/watch?v=uTn-u7AlYDo

 

Ohne eine allzu lange Abtastphase nahm die Partie direkt Fahrt auf, dem 0:1 der Gäste ließen die „Hauptmänner“ einige Treffer folgen und gingen mit 3:2 in Führung. Die Tiger aus Dresden, die in der Vorwoche ihrem Trainer Pysall mehr Zeit für den Besuch des Weihnachtsmarktes eingeräumt hatten, zeigten sich in der Folge torhungrig. Vor allem der dynamische Sebastian Greß und Rechtsaußen René Boese waren die Aktivposten mit denen die HSG-Abwehr reichlich Arbeit hatte. Im eigenen Offensivspiel zeigten sich Weidinger & Co. aber auch in Torlaune. So entwickelte sich ein munteres Spielchen, bei dem beide Torhüter von ihren Abwehrreihen oftmals im Stich gelassen wurden. Den Dresdnern gelang zwar immer wieder eine 3 Tore Führung (5:8, 9:12) aber vor allem Linksaußen Michi Weidinger mit wuchtigen Treffern und der spielstarke Timo Kaiser hielten ihre Farben im Spiel. Im Duell der „Langen Lulatsche“ konnte Kai Feldmann gegen den 2,06 Meter großen Rico Göde überzeugen und ihn weitestgehend neutralisieren. Folgerichtig blieb die Partie weiter spannend, es wurde mit allen Haken und Ösen gekämpft, so auch in der 26. Minute, als Gästespieler Quade in einer Offensivaktion Abwehrchef Alex Hess unglücklich traf und disqualifiziert wurde. Beim Pausenpfiff stand mit dem 15:15 ein Unentschieden auf der Anzeigetafel und die heimischen Fans durften durchaus von einem Punktgewinn träumen.

Doch aus der Kabine kamen die Hausherren etwas kraftlos, 7 torlose Minuten verschafften den Sachsen wieder einen Vorsprung. Mit einem energischen Zwischenspurt übernahmen die Hessen beim 20:19 durch den starken Zutic ihrerseits die Führung. Die abgezockte Truppe von Interims-Trainer Jahn ließ sich aber nicht verunsichern und brachte vermehrt ihre individuelle Klasse zum Vorschein. Boese und Gress hielten fast im Alleingang ihre Mannschaft auf Kurs und beim 25:28 war wieder einmal der ominöse 3 Tore Vorsprung erzielt. Doch im Gegensatz zu den Vorwochen zeigten die Baggerseepiraten Moral und Kampfeswille. Zwei schnelle Tore von Timo Kaiser, mit acht Treffern wieder erfolgreichster Werfer, brachten den vielumjubelten Anschluß zum 27:29. Ein Doppelschlag vom bundesligaerfahrenen Lindt und Kreisläufer Göde bedeutete dann letztendlich aber die Entscheidung zu Gunsten der Gäste. Am Ende gewannen die Tiger mit 29:32 erstmals überhaupt in Rodgau und nahmen die zwei Punkte mit. Trainer Alex Hauptmann zeigte sich nach der Partie aber nicht enttäuscht: „Ich kann meiner Truppe keinen Vorwurf machen, die Einstellung und der Kampfeswille haben zu 100 % gestimmt, letztendlich waren es Kleinigkeiten, die den Unterschied ausgemacht haben.“ Und in der Tat hätte sich manch ein Fan eine ähnlich engagierte Leistung in den zurückliegenden Derbys gewünscht, dann wäre mit Sicherheit der ein oder andere Punkt mehr auf der Habenseite der Rodgauer.

Mannschaft:

Rhein

Seitel, Weber, Schmid (1), Zutic (3), Feldmann (4), Kohlstrung (2/1), Stenger, Christoffel (2), Hess, Weidinger (7), Kaiser (8/1), Keller (2)